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Harte Zeit für Regenwürmer

Nur einmal, am 7. November, hat es in diesem Monat in der Region bisher geregnet. Das wahre Ausmass der anhaltenden Trockenheit liegt unter der Oberfläche.

Vielleicht ist es aus der Luft gegriffen, möglicherweise gibt es aber einen Zusammenhang, dass sich in diesen Tagen immer mehr Menschen Luftbefeuchter zulegen wollen. Basel ist trocken, so trocken wie lange nicht mehr. Der letzte Regen – eine undatierbare Erinnerung. Der November so arm an Regen, reich an Sonne und gesegnet mit erträglichen Temperaturen, dass all die melancholischen Novembergedichte umgeschrieben werden müssten.

Was den Menschen freut, ärgert den Regenwurm, Tier des Jahres 2011. Weil der Boden zu wenig Feuchtigkeit enthält und unter der Oberfläche hart ist wie ein in der Sonne getrocknetes Läggerli, ist der Regenwurm, beleidigt kann man nicht sagen, aber gehandicapt. Bleibt apathisch zusammengerollt tief unter der Erde und hat keine Lust und keine Kraft, sich durch die beinharte Erde nach oben zu wühlen, dabei organische Substanzen zu sich zu nehmen, die er dann oben als 1A-Stuhldünger der Sonderklasse absondert: «Trockendepression» nennt der Bodenzoologe Fredy Vetter dieses Phänomen.

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