Gratis-WLAN in Basel – aber nur für Touristen

Weil der Kanton knauserte, baut Basel Tourismus nun ein eigenes Gratis WLAN-Netz auf. Das bleibt den Hotelgästen vorbehalten.

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(Bild: Aissa Tripodi)

Wer im Ausland unterwegs ist, kennt das Problem: Man hat zwar ein internetfähiges Gerät in der Tasche, mit dem man sich über Sehenswürdigkeiten oder Wegbeschreibungen informieren könnte. Weil Roaming aber teuer ist, lässt man es bleiben.

In der Stadt Basel soll es den Touristen künftig besser ergehen. Wer am Rheinknie übernachtet, hat ab sofort die Möglichkeit, sich ins stadteigene WLAN-Netz einzuloggen. Das ist ein neues Angebot von Basel Tourismus. Die Touristiker sind aktiv geworden, nachdem der Kanton im Jahr 2014 die Errichtung eines flächendeckenden WLAN-Netzes aus Kostengründen abgelehnt hat. 7,6 Millionen Franken hätte das damals kosten sollen.

Ein drahtloser Internetzugang werde von ausländischen Gästen jedoch «sehr stark nachgefragt», heisst es in einer Mitteilung von Basel Tourismus. Deshalb wurden Hotspots in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Plätzen der Stadt. Neun sind bislang in Betrieb: Am Marktplatz, beim Tinguely Brunnen, beim Messeplatz, am Spalenberg, bei der FondationBeyeler (aussen), bei der Kaserne, am Wettsteinplatz, am Aeschenplatz sowie am Kleinbasler Rheinufer auf der Höhe des Hotels Merian. Bis Ende 2017 sollen insgesamt 20 Hotspots zur Verfügung stehen.

Gratis-Werbung für die Stadt

«Für uns ist das Projekt nur deshalb realisierbar, weil wir uns auf die Ausstattung der touristisch relevanten Orte beschränken können. So kommt uns das WLAN-Angebot deutlich günstiger, als es die Stadt gekommen wäre», erklärt Daniel Egloff, Direktor von Basel Tourismus. Die Finanzierung der Hotspots wird über die Gasttaxenerträge gelöst, weshalb das Netz ausschliesslich den Übernachtungsgästen vorbehalten ist.

Die Hotspots des «Guest WiFi Basel» sind für die Touristen kostenlos. Basel Tourismus ist überzeugt, dass das neue Angebote der Stadt selbst einen grossen Nutzen bringt: Zum einen sei jedes in den Social Media-Kanälen hochgeladene oder geteilte Bild kostenlose Werbung. Zum anderen erleichtere es den Gästen den Aufenthalt, wenn sie die Möglichkeit haben, auf praktische Applikationen oder Karten zurückzugreifen.

amu

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