Gilt Atici in der Türkei als Terrorhelfer?

Gegen den Basler SP-Nationalrat Mustafa Atici wird gemäss eines Medienberichts wegen Terrorunterstützung ermittelt.

Mustafa Atici: Gegen ihn soll in der Türkei eine Ermittlung laufen.

Mustafa Atici: Gegen ihn soll in der Türkei eine Ermittlung laufen.

(Bild: Keystone)

Der Basler Neo-Nationalrat soll im Visier von Türkeis Präsident Recep Erdogan sein. Dies berichtet die «WOZ» am Donnerstag. Gegen ihn werde in der Türkei wegen angeblicher Terrorunterstützung eine Strafuntersuchung geführt. Die Zeitung bezieht sich dabei auf zwei anonyme Quellen.

Der kurdischstämmige Bildungspolitiker sitzt seit Oktober im Nationalrat. Davor hat Atici viele Jahre im Grossen Rat politisiert. Im Wahlkampf suchte sich Atici Unterstützung bei Migranten und natürlich auch bei kurdischstämmigen Wählern.

Laut «WOZ» geriet Atici in den Fokus der türkischen Ermittlungen wegen «Beziehungen zu Personen, die von den türkischen Behörden dem sogenannten Gülen-Netzwerk zugeordnet werden». Der in den USA lebende islamistische Prediger Fethullah Gülen wird von Erdogan für einen Putschversuch im Jahr 2016 verantwortlich gemacht. Danach gab es eine beispiellose Verhaftungswelle in der Türkei.

Atici selbst weiss nichts von den Ermittlungen gegen ihn: «Mir ist bis jetzt nicht bekannt, dass in der Türkei gegen mich eine Untersuchung läuft», wird er von der Zeitung zitiert. Was Mustafa Atic im Detail vorgeworfen wird, ist gemäss «WOZ» unklar. Beim Bundesamt für Justiz sei kein Rechtshilfebegehren eingegangen.

amu

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