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Gewerbe fährt mit dem «A-Train» in die Zukunft

Als Hommage an die scheidenden SP-Regierungsräte Barbara Schneider und Ralph Lewin startete der Gewerbeverband seinen Jubeltag in der Regio-S-Bahn und feierte auf dem Erlenmatt-Areal.

Blumen für nominelle politische Gegner vergab der Basler Gewerbeverband. Präsident Werner Schmid verabschiedete die sozialdemokratischen Regierungsräte Barbara Schneider (Bau) und Ralph Lewin (Wirtschaft, Soziales und Verkehr) am Gewerbetag ­ und lobte ihre Arbeit in hohen Tönen. Wo es in den vergangenen Jahren um nachhaltige Standortpolitik gegangen sei, sagte Schmid in seiner Rede in der E-Halle auf der Erlenmatt, da habe der Gewerbeverband auf Schneider und Lewin zählen können.

Als Beispiele für deren politisches Wirken nannte Schmid die Regio-S-Bahn, den Expresszug der Region («The A-Train»), den ein Grossteil der über 700 Gäste zu Beginn des Gewerbetags bestiegen hatte. Sowie das im Entstehen begriffene Stadtquartier Erlenmatt. Schmid zeigte sich überzeugt, dass die geplante Mischnutzung auf dem Areal von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit attraktiv sei und sicherte der öffentlichen Hand die weitere Unterstützung des Gewerbeverbands zu.

Dessen Direktor, der Freisinnige Peter Malama, schlug in seiner Rede den Bogen zwischen seinem Wirken im Gewerbeverband und seiner politischen Tätigkeit im Nationalrat. Zunächst versicherte er, dass er trotz seines Engagements in Bern weiterhin «voll und ganz» für das regionale Gewerbe da sei. Anhand der Politikbereiche Parallelimporte, Energiepolitik und Verbandsbeschwerderecht legte er dar, welche direkten Auswirkungen Beschlüsse «in Bern» auf die Nordwestschweizer Wirtschaft haben können.

Bemerkenswert war wiederum, mit welcher Deutlichkeit sich das FDP-Mitglied Malama gegen die Initiative seiner Zürcher Parteikollegen zur Abschaffung des Verbandsbeschwerderechts aussprach. Die Initiative, über die der Souverän am 30. November abstimmen wird, schiesse «weit über das Ziel hinaus». Inwischen sei das Verbandsbeschwerderecht mit Gesetzesänderungen wesentlich gestrafft und somit gegen Missbräuche, «wie sie der VCS immer wieder betrieben hat», geschützt worden. Die Verbandsbeschwerde sei «ein effizientes Instrument». Schliesslich wandte sich Malama in seiner «Abstimmungsvorschau» auch gegen den Transfer der Basler Sozialhilfe von der Bürgergemeinde zum Kanton. Dies dürfte Ralph Lewin gar nicht gefallen haben.

In der BaZ vom Donnerstag wird sich die Schnääderänte in einem «Spezial» um die gesellschaftlichen Aspekte des Gewerbetags kümmern.

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