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«Gangster-Rapper» muss ins Gefängnis

Keine Gnade für L-Montana: Der 22-jährige Rapper wurde vom Basler Strafgericht zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Sein Mittäter erhält eine längere Strafe, kommt aber dennoch besser davon.

Mit keinem Wort erwähnte Gerichtspräsident René Ernst (SP) bei der Urteilsverkündung am Mittwoch das Rapper-Umfeld von Leonard Gjonaj und dass er als L-Montana in seinen Videos Drogenhandel und Gewalt verherrlicht oder Frauen auf Sexobjekte reduziert. Souverän und rein auf die angeklagten Delikte fokussiert begründete der Richter den Entscheid, Gjonaj wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie mehreren Verkehrsdelikten zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis sowie zu über 10'000 Franken Verfahrenskosten plus Urteilsgebühr zu verurteilen.

Da der selbst ernannte «Bad Boy» – so der Titel des aktuellen L-Montana-Albums – der Basler Rapszene die Delikte während seiner Probezeit (die er unter anderem für Körperverletzung und Freiheitberaubung bekommen hatte) begangen hatte und das Gericht keinen Grund für eine gute Zukunfsprognose sah, muss der 22-jährige Albaner mit serbischem Pass hinter Gitter. Diese Strafe dürfte sich auch auf seine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz auswirken.

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