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GA-Besitzer sollen günstiges U-Abo erhalten

Die Basler Regierung empfiehlt dem TNW, den Inhabern eines GA mit Wohnsitz in der Nordwestschweiz ein günstiges U-Abo für die Fahrt nach Deutschland anzubieten.

Das GA gilt künftig auf dem deutschen Abschnitte der Linie 8 nicht mehr.
Das GA gilt künftig auf dem deutschen Abschnitte der Linie 8 nicht mehr.
Lucian Hunziker

Der Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) soll Inhabern eines Schweizer Generalabonnements (GA) für den deutschen Abschnitt des 8er-Trams nach Weil am Rhein günstig ein U-Abo anbieten: Dies empfiehlt die Basler Regierung, weil das GA dort künftig nicht mehr gelten soll.

Anlass für die Empfehlung der Basler Exekutive an den TNW war die Beantwortung einer SP-Interpellation durch Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP) am Mittwoch vor dem Grossen Rat. Die Regierung halte die grenzüberschreitende Billett- und Tarifsituation schon lange für intransparent und unbefriedigend; der TNW solle diese verbessern.

Die derzeitige Gültigkeit des GA auf dem deutschen Tramabschnitt ist laut Wessels nur Gegenstand einer zweijährigen Versuchsphase. Der TNW ende an der Landesgrenze; jenseits davon sei der Regionalverbund Lörrach (RVL) zuständig. Der Anteil GA-Nutzer (inklusive Schweizer Tageskarten) unter den 8er-Passagieren liege bei 11 Prozent.

Über die Abgeltung an den RVL für Passagiere mit GA, Tageskarten und Halbtax-Abos vom Start 2014 bis 2016 werde noch verhandelt, sagte Wessels weiter. Deshalb könnten nun keine Zahlen preisgegeben werden. Gemessen an der bisherigen Benutzung der Linie gehe es wohl um einen «höheren fünfstelligen Betrag».

Die Basler Regierung empfehle daher dem TNW, den Inhabern eines GA mit Wohnsitz in der Nordwestschweiz ein Umweltschutzbonnement (U-Abo) «zu einem geringen Preis» anzubieten. Anders als das GA soll das U-Abo auch in Zukunft auf dem Weiler Tramabschnitt anerkannt werden.

Das U-Abo wird gemäss Wessels vom RVL übrigens ohne Kompensation anerkannt. Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) - welche den 8er betreiben - transportierten die ganze U-Abo-Kundschaft auf dem Weiler Abschnitt auf Kosten des Kantons Basel-Stadt.

Der Interpellant monierte ausweichende Antworten der Regierung und forderte diese auf, als Mitträger des TNW doch bitte in dessen Verwaltungsrat selber Einfluss zu nehmen. Angesichts der enormen Passagierzahlen des 8ers sei die Linie wohl ein «Goldesel». - Die Linie wird insbesondere von Einkaufstouristen rege frequentiert.

SDA/amu

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