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Fussfessel stoppt Vergewaltiger nicht

Die Basler Behörden wollten einen 21-fachen Sexualstraftäter im geschlossenen Vollzug belassen. Aus rechtsstaatlichen Gründen musste aber der offene Vollzug mit elektronischer Fussfessel gewählt werden.

Symbolbild: Die elektronische Fussfessel hinderte W. scheinbar nicht daran, sich an einer weiteren Frau zu vergehen.
Symbolbild: Die elektronische Fussfessel hinderte W. scheinbar nicht daran, sich an einer weiteren Frau zu vergehen.
Keystone

Das mutmassliche Sexualdelikt von Markus W.* vom 15. Februar in Basel wirft weiter Fragen auf. Warum hielt beispielsweise die elektronische Fussfessel den verurteilten und eigentlich verwahrten Sexualstraftäter nicht von seiner mutmasslichen Tat ab?

W. lebte seit Oktober 2011 alleine in einer Wohnung in Basel im offenen Vollzug und hätte dort eigentlich nach Gutdünken ein- und ausgehen können – wenn er keine elektronische Fussfessel getragen hätte. W. durfte die Wohnung von abends bis morgens nicht verlassen. «Die Fussfessel diente dazu, diesen Hausarrest elektronisch zu überwachen», sagt Barbara E. Ludwig, Dienststellenleiterin Justizvollzug im Kanton Luzern, der für den Fall verantwortlich ist.

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