Zum Hauptinhalt springen

Früheres Spital bietet vielfältiges Wohnen

Die Genossenschaft «Wohnen und mehr» hat ein erstes Baugesuch für das Westfeld eingereicht. Insgesamt sollen drei Projekte auf dem ehemaligen Felix-Platter-Areal realisiert werden.

Im ungenutzten Spitalgebäude entsteht ein Quartierzentrum für Basel-West mit Kindergarten und -krippe. Visualisierung: Wohnen und mehr/nightnurse images
Im ungenutzten Spitalgebäude entsteht ein Quartierzentrum für Basel-West mit Kindergarten und -krippe. Visualisierung: Wohnen und mehr/nightnurse images

Das ehemalige Felix-Platter-­Spital soll in 134 Wohneinheiten auf neun Geschossen sowie Dienstleistungs- und Gewerbenutzungen im Erdgeschoss umgebaut werden. Dafür hat die Genossenschaft «Wohnen und mehr» ein Baugesuch eingereicht, das bis zum 15. Februar beim Bau- und Gastgewerbeinspektorat aufliegt. Es bildet das erste von drei Projekten für das Areal, das heute Westfeld heisst.

Die Baukosten für dieses Teilprojekt werden auf 56 Millionen Franken beziffert. Die beiden anderen Teile werden Neubauten in zwei Etappen umfassen. Insgesamt sollen 530 Wohnungen entstehen, wie die Genossenschaft schon im April 2019 an einer Orientierung mitteilte. Das neue Spital wurde im April 2019 in der Nordwestecke des Areals mit 280 Betten eröffnet.

Das vor 53 Jahren vollendete frühere Hauptgebäude des Spitals ist vom Regierungsrat 2016 unter Schutz gestellt worden. Er hat damals eine Vereinbarung zwischen der Einwohnergemeinde Basel und dem Heimatschutz Basel sowie der Freiwilligen Denkmalpflege zur Entwicklung gemeinnützigen Wohnungsbaus genehmigt. Auf den 1. Juli 2019 hat der Kanton der Genossenschaft «Wohnen und mehr» das Hauptgebäude und eine Fläche von 35000 Quadratmetern im Baurecht überlassen. Sie hat dem Haus den Namen Lena gegeben, was lebenswerte Nachbarschaft bedeutet.

Alterswohnungen mit Service

Auf den neun Obergeschossen des Hauptgebäudes soll eine breite Vielfalt von Wohnungen entstehen, wie eine Übersicht der Architektengemeinschaft Müller Sigrist Rapp aufzeigt. Die grössten Anteile entfallen auf solche mit zweieinhalb, drei und dreieinhalb Zimmern, insgesamt rund 60 Einheiten.

Die Dreieinhalbzimmerwohnungen sind meist zwischen 80 und 90 Quadratmeter gross, in den obersten Geschossen umfassen sie zum Teil 118 und 128 Quadratmeter. Auch die elf Einheiten mit viereinhalb Zimmern haben meist Grössen von 100 bis 128 Quadratmetern. Vorgesehen sind aber auch Wohnungen mit einem Zimmer bis sechseinhalb Zimmer.

Im zweiten Obergeschoss entsteht eine Clusterwohnung mit fünf Wohneinheiten, das sind fünf Kleinwohnungen zu einem oder zwei Zimmern mit individueller Nasszelle und Koch­nische sowie gemeinsam genutztem Wohnzimmer. Diese 11,5 Zimmer haben eine Fläche von 367 Quadratmetern. Im dritten Obergeschoss sind 17 Kleinwohnungen mit einem oder zwei Zimmern für ältere Personen vorgesehen. Dazu gehören gemeinschaftliche Wohn- und Essräume sowie ein Mahlzeiten- und Wäscheservice. Diese Räume werden vom Bürgerspital gemietet und weitervermietet.

Bezug ab Winter 2022

Im umgenutzten Spitalgebäude entsteht ein Miteinanderhaus, ein Quartierzentrum für Basel-West, schreibt Andreas Courvoisier, Vizepräsident von «Wohnen und mehr». So sind im Erdgeschoss ein Kindergarten mit ­Tagesstätte sowie eine Kinderkrippe vorgesehen, im Ostflügel zwei Mehrzwecksäle und kleinere Räumlichkeiten, die von den Bewohnern gemietet werden können. Ebenfalls zugemietet werden können Co-Working-Räume, zwei Gästewohnungen und sieben Gästezimmer im ersten Obergeschoss.

Weiter sollen im Erdgeschoss gegen den Innenhof des Areals ein Detailladen, voraussichtlich von Denner, ein Fitnessraum und ein Bistro Platz finden. Eine neue Tiefgarage mit rund 200 Plätzen soll zusammen mit den nördlich des Hauptgebäudes geplanten Neubauten erstellt werden, für die ein separates Baugesuch eingereicht wird.

Der Baubeginn ist laut Andreas Courvoisier im Sommer 2020, der Bezug ab Winter 2022 vorgesehen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch