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Freizeitangebot top, Verkehrssituation flop

Die neuste Befragung zur Lebensqualität in Basel-Stadt ist publiziert: Die Lebensqualität im Stadtkanton wird so gut beurteilt wie noch nie. Schlecht schneiden die Bereiche Verkehr und Sicherheit ab.

Bei den «Top Ten» steht das Kultur- und Freizeitangebot ganz oben.
Bei den «Top Ten» steht das Kultur- und Freizeitangebot ganz oben.
Dominik Plüss

In der 2003 veröffentlichten ersten Basler Bevölkerungsbefragung hatte der Kanton Basel-Stadt auf einer Zehnerskala mit zehn Punkten als Bestnote bezüglich Lebensqualität noch 7,4 Punkte erhalten. Nun ist dieser Wert auf 8 Punkte gestiegen, wie das Präsidialdepartement am Donnerstag mitteilte.

Wie schon bei der ersten Umfrage erklärten auch bei der jüngsten rund 95 Prozent der befragten Personen, sehr gerne oder gerne in Basel-Stadt zu wohnen. Die Zufriedenheit in den Landgemeinden Riehen und Bettingen ist dabei höher als in der Stadt Basel. 20 Prozent der Befragten würden gemäss der Befragung gerne umziehen.

Besonders geschätzt werden im Stadtkanton der öffentliche Verkehr, die Einkaufsmöglichkeiten und die Abfallentsorgungen. Weniger Zufriedenheit besteht dagegen beim Wohnungsangebot, bei der Lärmsituation und bei der Luftqualität, wie es im Communiqué des Präsidialdepartements weiter heisst.

Kultur top, Verkehr flop

Bei den «Top Ten» steht das Kultur- und Freizeitangebot ganz oben, bei den «Flop Ten» dagegen die Verkehrssituation, gefolgt von der öffentlichen Sicherheit. Deutlich an Bedeutung verloren hat dagegen die Migrationsproblematik, die in den früheren Befragungen noch zu den Hauptsorgen der Basler Bevölkerung gehört hatte.

Wie schon 2005 und 2011 wurden auch in der jüngsten Erhebung das Dreiland und die grenzüberschreitende Mobilität thematisiert. 91 Prozent der Befragten gingen mindestens einmal im Jahr ins grenznahe Ausland, 51 Prozent mehr als zehn Mal - dies vorab für Einkäufe, Ausflüge oder für einen Restaurantbesuch.

Erstmals sprechen sich weniger als die Hälfte der Befragten für zusätzliche ÖV-Linien ins grenznahe Ausland aus. Seit der letzten Befragung zur Dreiland-Thematik 2011 sind allerdings zwei Tramlinien über die Landesgrenze hinaus verlängert worden - der «Achter» nach Weil am Rhein D und der «Dreier» nach Saint-Louis F.

Befragung nicht mehr per Telefon

Die sechste Bevölkerungbefragung fand von Februar bis April 2019 erstmals mit Online- und Papierfragebogen statt. Begründet wird die Umstellung von der früheren Telefonbefragung auf den sogenannten Mixed-Mode im Communiqué mit der immer schlechtere telefonischen Erreichbarkeit.

Von 7000 zufällig ausgewählten Personen nahmen 2108 an der Befragung teil, was einem Rücklauf von 30 Prozent entspricht. Beteiligt haben sich gegenüber früheren Befragungen mehr ausländische und jüngere Personen, wie es in der Mitteilung heisst.

SDA/kha

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