Zum Hauptinhalt springen

Frachtschiff auf dem Rhein ausser Kontrolle: Keine Verletzten

Auf dem Rhein ist ein Schiff mit der Mittleren Brücke kollidiert und danach in die Johanniterbrücke gekracht.

Manövrierunfähig: der Frachter ist in die Johanniterbrücke gefahren.
Manövrierunfähig: der Frachter ist in die Johanniterbrücke gefahren.
Lesereporter

Am frühen Donnerstagabend berichteten Augenzeugen der Redaktion, dass ein Frachtschiff – beladen mit mehreren Containern – zuerst die Mittlere Brücke touchierte und danach in die darauffolgende Johanniterbrücke krachte. Weiter berichteten Personen vor Ort, dass das Schiff defekt gewesen sei – also manövrierunfähig. Das Containerschiff sei bereits vor der Kollision auf der falschen Seite des Flusses unterwegs gewesen, erzählt ein Leser. Dort sei es bereits zu brenzligen Situationen mit Schwimmern und Passagierbooten gekommen. Eine Rheinfähre habe evakuiert werden müssen.

Hier kollidiert das Schiff mit der Mittleren Brücke.
Hier kollidiert das Schiff mit der Mittleren Brücke.

Vor Ort bestätigt Thomas Studer, der Einsatzleiter der Basler Berufsfeuerwehr, dass das Schiff einen totalen Motorausfall hatte und manövrierunfähig den Rhein hinuntertrieb. Mit der Querstrahlsteueranlage, auch Bugstrahlruder genannt, habe das Schiff noch versucht ein wenig zu manövrieren – scheinbar nicht sehr erfolgreich. Einsatzschiffe der Feuerwehr begleiteten das Schiff und halfen dem Kapitän zu ankern. Personen seien keine verletzt worden.

Crew ist unverletzt

Der Frachter wurde der Polizei um 18.30 Uhr gemeldet, wie Polizeisprecher Toprak Yerguz sagt. Die Rettung Basel-Stadt rückte sofort aus, sicherte das Schiff auf seiner Fahrt ab und sperrte nach dem Alarm den Rhein streckenweise für Schiffe. Auch die Schwimmenden wurden von Polizisten aufgefordert, aus dem Wasser zu kommen.

Augenzeugen berichteten von einem Schiff aus Rumanien. Die «Camaro VI» aber ist in den Niederlanden immatrikuliert. Das Containerschiff ist laut der Webseite marinetraffic.com 110 Meter lang und 11,5 Meter breit. Kurz vor dem Unglück in Basel hatte es seine Fahrt im Hafen Birsfelden BL oberhalb von Basel begonnen. Dieses konnte mittlerweile angehalten und stromabwärts befestigt werden. Die drei Personen an Bord - der Schiffsführer, ein Lotse und ein Besatzungsmitglied - blieben unverletzt.

Augenzeugen berichten gegenüber der Redaktion von einem starken Öl-Geruch. Laut Studer könnte dieser Geruch beim Ausfall des Motors entstanden sein.

Wie es zu der technischen Panne gekommen ist, sei derzeit noch unklar und daher Gegenstand laufender Untersuchungen. Beim Lotsen verlief die Atemalkoholprobe negativ. Allfällige Sachschäden an den Brückenpfeilern und am Schiff werden im Zuge der Untersuchungen ermittelt.

Ein Leservideo zeigt das manövrierunfähige Schiff.

mit Material der sda

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch