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FDP-Theater: Freude bei SVP, Bedauern bei SP

Der Baselbieter SVP-Parteipräsident Dieter Spiess freut sich über den Beistand der FDP beim Referendum gegen den Theaterkredit. SP-Parteisekretär Ruedi Brassel beklagt dagegen den Verlust traditioneller freisinniger Werte.

Susanna Petrin

Er vermisse die FDP, wie sie einmal war. Der Historiker, SP-Parteisekretär und Landrat Ruedi Brassel bedauert das Engagement der Baselbieter FDP-Parteispitze und Fraktionsmehrheit gegen eine Erhöhung der Theatersubvention. Doch leider sei dies typisch für den neuen «Schleuderkurs» der Partei, die offenbar «der SVP nicht schnell genug hinterherrennen» könne. Ein grosser Teil der Baselbieter FDP habe ihrer einstigen staatsphilosophischen fundierten, liberalen Orientierung Adieu gesagt, zugunsten eines «Vulgärliberalismus». Die FDP habe einst «ein kulturpolitisches Selbstbewusstsein» gekannt und «sich für die ganzheitliche, freie Entfaltung des Menschen eingesetzt».

Nun aber reduziere die Partei diese Freiheit einzig auf die wirtschaftliche Freiheit und den Menschen auf einen «Marktteilnehmer», sagt Brassel. «In diesem groben Weltbild ist Kultur nicht mehr etwas, das den Menschen bereichert, sondern nur noch eine Ware unter anderen.» Entsprechend argumentiere die FDP auch bei der Theaterfrage vor allem mit Zahlen: mit Billettpreisen, Besucherstatistiken, Budgetzahlen. «Um den Inhalt und die Funktion des Theaters geht es kaum.»

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