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FCB-Fans boykottieren erneut das Letzigrund

Ein grosser Teil der FCB-Anhänger ist dem Spiel gegen GC im Letzigrund-Stadion (2:2) fern geblieben. Es ist nicht das erste Mal, dass die Fans der angeblichen «Eskalationsstrategie» der Zürcher Polizei auszuweichen.

Kaum Fans, erst recht keine aus Basel: Das 2:2 des FCB gegen GC im Letzigrund sahen 7050 Zuschauer. Und wie bereits am 6. Mai zeigten sich die Fans aus Zürich solidarisch mit den Basler Anhängern...
Kaum Fans, erst recht keine aus Basel: Das 2:2 des FCB gegen GC im Letzigrund sahen 7050 Zuschauer. Und wie bereits am 6. Mai zeigten sich die Fans aus Zürich solidarisch mit den Basler Anhängern...
Keystone
Grasshopper-Fans protestieren mit einem Transparent gegen das «Kombiticket», mit dem die FCB-Fans hätten gezwungen werden sollen, den Extrazug zu benutzen.
Grasshopper-Fans protestieren mit einem Transparent gegen das «Kombiticket», mit dem die FCB-Fans hätten gezwungen werden sollen, den Extrazug zu benutzen.
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Fans der Zuercher Suedkurve protestieren gegen die Polizeipraesenz, im Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Basel, am Sonntag, 6. Mai 2012, im Letzigrund Stadion in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Fans der Zuercher Suedkurve protestieren gegen die Polizeipraesenz, im Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Basel, am Sonntag, 6. Mai 2012, im Letzigrund Stadion in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
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All zu viele FCB-Fans dürften das Weitschuss-Traumtor von Gilles Yapi zur zwischenzeitlichen Basler Führung (das Spiel endete 2:2 unentschieden) nicht live im Letzigrund-Stadion erlebt haben. Ein Grossteil von ihnen hat das Auswärtsspiel des FC Basel gegen die Zürcher Grasshoppers nämlich boykottiert.

In einer Stellungnahme, die die Fans aus der Muttenzerkurve (MK) am Samstag kurz vor Anpfiff veröffentlichten, heisst es unter anderem: «Aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Spielen und dem Versuch zur Einfu?hrung eines «Kombitickets» (mehr dazu hier) verzichtete die grosse Mehrheit der FCB-Fans heute auf den Spielbesuch in Zu?rich. Dieses Vorhaben wurde im Vorfeld aber bewusst nicht öffentlich kommuniziert und bescherte so den Sicherheitskräften einen mehrstu?ndigen Leerlauf mit Kosten in der Höhe von vielen zehntausend Franken.» Fu?r einen Teil dieser Kosten werde nun der Grasshopperclub Zu?rich aufkommen mu?ssen, welchem durch das Ausbleiben der Gastfans bereits Ticket- und Cateringeinnahmen entgangen seien. Das Spiel 2:2 im Letzigrund sahen 7050 Zuschauer.

Bereits nach dem FCZ-Auswärtsspiel vom 23. Oktober, als ein Grossteil der FCB-Fans ein erstes Mal dem Letzigrund fernblieb, betonten die Anhänger aus der Muttenzerkurve, dass dem FC Zürich wegen dem Basler Fan-Boykott Ticket-Einnahmen in der Ho?he von rund 25'000 Franken entgangen sein dürften. Damals wurden die im Extrazug angereisten Fans in Altstetten von einem «im Schweizer Fussball noch nie gesehenen Grossaufgebot an Polizei» (MK-Stellungnahme vom 23.10.2011) in Empfang genommen. Daurauf hin reisten die FCB-Anhänger im Extrazug unverzüglich zurück nach Basel.

Fans forden «wirklichen Deeskalation»

Als Reaktion auf das Vorgehen der Polizei reisten viele FCB-Fans am 12. März 2012 mit dem Regelzug zum Auswärtsspiel nach Zürich. Auch dieses Mal unterband die Polizei einen Fanmarsch und es folgte ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Fans und Polizei im Niederdorf-Quartier. Beim Auswärtsspiel gegen den FC Zürich vom 6. Mai 2012 entschieden sich die FCB-Fans schliesslich, individuell per Auto anzureisen und sich in Zürich zum Fanmarsch zu versammeln. Die Aktion endete mit der Einkesselung der Anhänger auf der Gottlieb-Duttweiler-Bru?cke durch ein Grossaufgebot der Polizei, welches unter andrem auch einen Polizeihelikopter und drei Wasserwerfer umfasste. Darauf hin boykottierten die Basler Fans erneut das Spiel im Letzigrund-Stadion. Zudem solidarisierten sich die FCZ-Fans der Su?dkurve spontan mit den Rivalen aus Basel und verliessen das Stadion (mehr zu den beiden Aktionen gibts hier).

Und nun der erneute Boykott. «Die Muttenzerkurve bedauert, dass bereits zum dritten Mal innert Jahresfrist ein Spiel in Zu?rich mit Basler Beteiligung ohne die gewohnte Stimmungskulisse stattfinden musste», heisst es in der Stellungnahme weiter. In dieser wird die neue «Eskalationsstrategie», welche die Zürcher Polizei seit dem 23. Oktober 2011 verfolge, scharf verurteilt. Die Muttenzerkurve hoffe nach wie vor, dass die Zu?rcher Behörden ku?nftig wieder im Sinne einer «wirklichen Deeskalation» zu dem «alten, u?ber die letzten Jahre bewährten Modell von Ticketverkauf und defensiver Marschbegleitung zuru?ckkehren». Fortsetzung folgt.

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