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FC Basel zahlt 9-mal höhere Gebühren als die Berner Young Boys

Der FC Basel hat letztes Jahr dem Staat 1,17 Millionen Franken Gebühren bezahlt. Der BSC Young Boys und der SC Bern bezahlen der Stadt Bern ab der kommenden Saison pro Jahr zusammen nur eine Pauschale von 120'000 Franken für staatliche Dienstleistungen.

Pro Zuschauer bezahlt der FC Basel den Kantonen Basel-Stadt und Baselland 1.60 Franken für Dienstleistungen von Polizei, Feuerwehr und Sanität. Rechnet man die Pauschale, welche die Young Boys künftig in Bern bezahlen müssen, um auf die einzelnen Zuschauer, entspricht das 18 Rappen. Das sind rund 9 mal weniger als der FC Basel.

Die heute in Bern getroffene Vereinbarung zwischen den beiden grossen Sportclubs und der Stadt dürfte die alte Diskussion um die Höhe der Gebühren für Grossveranstaltungen in Basel neu entfachen.

Sportpolitiker und CVP-Präsident Markus Lehmann will die Basler Regierung auffordern, aufgrund des heutigen Berner Entscheids die Basler Gebühr für Grossevents noch einmal zu überdenken. Es gehe nicht nur um die FCB-Spiele. "Die Basler Gebühren sind ein Killerfaktor für Grossveranstaltungen", sagte Lehmann gegenüber baz.online. Wegen der hohen Gebühren fänden nachweislich weniger Konzerte, Feste oder andere Grossveranstaltungen in Basel statt.

Mathieu Jaus, Verwaltungsrat und Finanzchef des FC Basel, bezeichnet diesen Entscheid der Stadt Bern gegenüber baz.online als "positiv". Damit drücke die Stadt nicht nur ihre Wertschätzung für die Arbeit der Sportvereine aus, sondern estimiere auch die immateriellen Werte, wie Standortmarketing oder Jugendförderung, die durch die Sportveranstaltungen für die Stadt entstehen.

In der Bern gilt die günstige Gebührenregelung allerdings nur für die einheimischen Grossvereine Young Boys und SC Bern. Konzertveranstaltern und auswärtigen Sportklubs würden grundsätzlich die Kosten in Rechnung gestellt, sagte der zutsädnige Berner Gemeinderat Stephan Hügli. Im Einzelfall werde über eine teilweise Gebührenbefreiung entschieden.

In Bern wie in Basel bezahlen die Sportclubs zusätzlich einen Betrag für Tram und Bus. Während man in Bern Stillschweigen über die Höhe dises Betrages wahrt, erhält die BVB in Basel 60 Rappen pro Veranstaltungsbesucher. In Bern und in Basel muss eine Matchbesucher dafür keine ÖV-Ticket lösen.

Insgesamt wird dem FC Basel also pro Zuschauer und Spiel ein Betrag von 2.20 Franken in Rechnung gestellt. In der Praxis ist der Betrag aber häufig noch höher. Wenn die Basler Polizei zusätzliche auswärtige Polizeikräfte zuzieht, wie das häufig der Fall ist, muss der FC Basel dies extra bezahlen. Insgesamt hat der FC Basel letztes Jahr 1,17 Millionen Franken an Gebühren an den Staat für seine Heimspiele im St.Jakob-Park bezahlt. 2008 dürfte diese Betrag aufgrund der höheren Anzahl Spiele noch höher ausfallen.

Gemäss den Informationen von baz.online wollte die Basler Regierung die Gebühren für Grossveranstaltungen in Kürze neu verhandeln. Allerdings ist davon auszugehen, dass sie dabei nicht an eine Verbilligung dachte.

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