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FC Basel - FC Zürich: Teures «Risikospiel»

«Risikospiel» wie der Spitzenkampf FCB - FCZ am Sonntag sind teuer. Für die Polizei - und damit für den Steuerzahler - und für den FC Basel. Von «300'000 Franken plus» ist die Rede.

Der FC Basel muss zwar 9-mal mehr Gebühren für die Dienstleistungen der öffentlichen Hand rund um ein Meisterschaftsspiel bezahlen als die Young Boys in Bern (siehe Link zur entsprechenden baz.online-Information nebenan). Doch diese Gebühren decken die Kosten bei Weitem nicht. Und schon gar nicht bei Spielen, bei denen die Polizei auch mit Ausschreitungen gewaltbereiter Fans rechnet - wie am kommenden Sonntag beim Spitzenspiel FCB - FCZ.

«Der Deckungsgrad beträgt je nach Spiel zwischen 15 und 45 Prozent unserer Kosten», sagt Martin Roth, Stabchef und Finanzverantwortlicher der Basler Polizei gegenüber baz.online.

Der FC Basel bezahlt dem Kanton Basel-Stadt pro Zuschauer und Spiel 1.20 Franken für seine Dienstleistungen. Davon gehen gemäss Stabchef Roth «rund 85%» an die Polizei. Das heisst, in der Buchhaltung des Sicherheitsdepartements Basel-Stadt werden je nach Zuschaueraufkommen pro Spiel zwischen 25'000 und 35'000 Franken verbucht. Insgesamt muss der FC Basel eine Gebühr von 2.20 Franken entrichten. Zusätzlich zum Beitrag für die Stadt bezahlt der FCB 40 Rappen pro Zuschauer und Spiel an den Kanton Baselland und weitere 60 Rappen an die BVB.

Offiziell gibt es keine Zahlen über die Voll-Kosten des Polizeieinsatzes rund um die Fussballspiele, aber Insider reden von 100'000 bis 150'000 Franken bei «normalen» Spielen. Ein «Risikospiel» wie die Partie vom Sonntag gegen den FC Zürich liegt aber «im Bereich 300'000 Franken plus».

Grund dafür sind nicht nur die grösseren Aufwendungen der Basler Polizei, sondern insbesondere auch die zusätzlichen Abgeltungen für auswärtige Polizisten, welche auch am Sonntag beim Spiel gegen den FCZ zum Einsatz kommen werden, wie Rolf Meyer, Polizeikommandant a.i. bestätigt. Der Tagessatz pro Polizist aus dem Nordwestschweizer Polizeikonkordat mit den Kantonen Baselland, Aargau, Bern und Solothurn beträgt beim erstmaligen Einsatz 300 Franken und bei allen weiteren 600 Franken.

Spezielle Spiele wie der Klassiker FCB - FCZ am Sonntag sind also auch speziell teuer. Nicht nur für die öffentliche Hand, sondern auch für den FC Basel. Denn die auswärtigen Polizeikräfte werden dem FC Basel separat in Rechnung gestellt. Wieviele Polizisten am Sonntag insgesamt zum Einsatz kommen, wird aus «polizeitaktischen Ueberlegungen» nicht veröffentlicht.

Übrigens: In Polizeikreisen geht schon länger der Spruch um: «Wir sind der Hauptsponsor des FC Basel.»

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