Fast jeder zehnte Basler war 2010 Patient im Unispital

Das Basler Unispital hat im letzten Jahr 31'149 Patienten stationär behandelt. Ein Grossteil davon kommt aus dem Kanton Basel-Stadt.

Viele Basler waren im letzten Jahr im Unispital, sei es als Patient oder als Besucher.

Viele Basler waren im letzten Jahr im Unispital, sei es als Patient oder als Besucher.

(Bild: Roland Schmid)

Im Universitätsspital Basel (USB) sind im vergangenen Jahr 31'149 Patientinnen und Patienten stationär behandelt worden. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 5,2 Prozent. Mit 56,2 Prozent stammen mehr als die Hälfte der stationären Patienten aus dem Kanton Basel-Stadt. Bei etwas mehr als 190'000 Einwohnern bedeutet dies, dass im letzten Jahr rund 9 Prozent aller Einwohner des Stadtkantons im Unispital behandelt wurden – unter der Annahme, dass jeder dieser Patienten nur einmal das Spital aufsuchen musste. Durchschnittlich verbrachten die Patienten 7,7 Tage im Spital.

Der Anteil der USB-Patienten aus dem Baselbiet beläuft sich auf 21,4 und jener aus den übrigen Kantonen auf 14,9 Prozent. Die Patienten aus der EU machen 6,6 und jene aus dem Rest der Welt 0,9 Prozent aus. Drei Viertel der stationären Patienten verfügen lediglich über die Grundversicherung. Privatpatienten waren 10,7 Prozent. 14,2 Prozent verfügten über eine Halbprivat-Versicherung.

Die ambulanten Behandlungen bewegten sich mit 175'983 auf dem Niveau des Vorjahres. Nicht berücksichtigt in den Patientenahlen sind die psychiatrischen Fälle, die seit 2010 in den Kenzahlen der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel-Stadt ausgewiesen werden.

Qualitätskontrolle ausgebaut

Der Personalbestand des Spitals blieb praktisch unverändert: Die Zahl der Vollzeitstellen stieg um 11 auf 3652, wie das USB am Mittwoch bekanntgab. Die Bettenbelegung stieg von 93,2 auf 94,8 Prozent. Die Einnahmen des USB wuchsen im vergangenen Jahr stärker als die Ausgaben. So legte der Aufwand um 2 Prozent auf 786,5 Millionen Fr. zu. Der Ertrag wuchs dagegen um 2,9 Prozent auf 581,1 Millionen Franken. Der Staatsbeitrag des Kantons Basel-Stadt verringerte sich um 5,87 Millionen Fr. auf 174,2 Millionen Franken.

Weiter ausgebaut hat das USB seine Qualitätskontrolle. Nach eigenen Angaben als erstes Schweizer Spital verfügt das USB seit 2010 über eine permanente Patientenbefragung. Gestartet wurde mit der Umfrage am 1. Juli. Bisher gaben 95 Prozent der Patienten mehr oder weniger deutlich an, für dieselbe Behandlung wieder das USB aufzusuchen.

amu/sda

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