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Eva Herzog lässt alle weit hinter sich

Die Basler Sozialdemokraten führen ihre langjährige Tradition im Ständerat weiter.

Eva Herzog vertritt Basel-Stadt künftig im Bundeshaus.
Eva Herzog vertritt Basel-Stadt künftig im Bundeshaus.
Keystone

#KlareSacheEva – so lautete Eva Herzogs Wahlslogan. Dass es aber so klar werden würde, überrascht auch sie. Schon als um 12 Uhr im Congress Center in ­Basel die Zwischenresultate bekannt gegeben werden, steht fest: Herzog ist Basels neue Ständerätin. Die SP-Regierungsrätin liegt schon zu diesem Zeitpunkt weit über dem absolute Mehr. Sie verschwindet in den Umarmungen ihrer Parteifreunde und ­Bekannten. Tränen fliessen – Grossrätin Danielle Kaufmann wischt ihr die verlaufene Schminke von den Augen.

Eva Herzog kommt am Ende bei einer Wahlbeteiligung von 49,6 Prozent auf 37230 Stimmen. Die bürgerliche Kandidatin, ­LDP-Präsidentin und Grossrätin Patricia von Falkenstein, landet ­abgeschlagen auf dem zweiten Platz (12037 Stimmen). Die SVP-Kandidatin Gianna Hablützel-Bürki wird wie erwartet Dritte (4557 Stimmen).

Von Falkenstein enttäuscht

«Ich war auf alles eingestellt», sagt Herzog. Ihre klare Favoritenrolle habe sie angetrieben und sei gleichzeitig eine Belastung gewesen. «Ich habe meiner Umgebung immer geraten, vorsichtig zu sein und einen zweiten Wahlgang nicht von vorn­herein auszuschliessen.»

Ihre 15-jährige Erfahrung als Regierungsrätin hat Herzog sicher geholfen. «Die Leute auf der Strasse kannten mich.» Ihr ist aber bewusst, dass sie in vier Jahren, wenn es dann um ihre Wiederwahl als Ständerätin geht, nicht mehr von diesem Bonus profitieren kann.

Patricia von Falkenstein ist die Enttäuschung deutlich anzusehen. Obwohl sie lacht und ihre Konkurrentin herzlich in die Arme schliesst. Sie hatte nie mit einem Sieg gerechnet, aber dennoch auf ein besseres Resultat gehofft. Vor allem wenn man sehe, wie gut die Liberalen bei den Nationalratswahlen abschneiden würden, sagt sie. «Ich kann nicht verstehen, wieso sich das nicht auf den Ständeratswahlkampf ausgewirkt hat. Aber offenbar sind es die Basler gewohnt, dass dieser Sitz links ist.»

Die LDP-Präsidentin bereut ihre Kandidatur aber nicht. «Ich würde es sofort wieder ­machen.» Natürlich sei es schade, dass sich die Bürgerlichen nicht auf eine Kandidatur einigen konnten. Aber sie glaube, dass ihr Resultat auch ohne SVP-Extrazügli nicht viel besser gewesen wäre. «Die SVP-Wähler hätten mich wohl trotzdem nicht gewählt.»

Gianna Hablützel-Bürki steht mit langem Gesicht zusammen mit Parteikollegen an einem Tisch. Die SVP hat an diesem Sonntag eine herbe Niederlage erlitten. Für die Grossrätin ist klar: Schuld ist die Klimahysterie. Und sie selbst sei sich ihrer Aussenseiterrolle von Anfang an bewusst gewesen.

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