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«Es muss niemand hungern»

Die Gassenküche stellt wegen der Coronavirus-Krise um: Ihr Essraum ist bis auf weiteres geschlossen. Frühstück und Abendessen werden stattdessen über die Gasse an Bedürftige abgegeben.

Vor dem neuen Ausgabefenster der Gassenküche müssen Bedürftige beim Anstehen die Markierungen am Boden einhalten.
Vor dem neuen Ausgabefenster der Gassenküche müssen Bedürftige beim Anstehen die Markierungen am Boden einhalten.
Dominik Plüss

Eine BaZ-Leserin tönte besorgt: Die Gassenküche sei geschlossen, sagte sie, und wer bei «Tischlein deck dich» anrufe, höre eine Stimme ab Band, die für eine Kontaktaufnahme auf die Mailadresse verweise.

Die BaZ-Leserin hatte recht – und auch nicht. Wegen der Coronavirus-Krise ist die Gassenküche am Lindenberg 12 tatsächlich geschlossen. Der Raum, wo man sich an Tischen verköstigen kann, ist nicht mehr zugänglich. «Aber Essen zubereitet wird weiterhin», sagt Andy Bensegger, Leiter der Gassenküche. «Es muss niemand hungern.» Die vom Bund herausgegebene Aufforderung, sich in einem gewissen Abstand zu anderen im Raum aufzuhalten, habe nicht mehr gewährleistet werden können. «Wir haben uns deshalb entschlossen, das Frühstück und das Abendessen bis auf unbestimmte Zeit als Take-away durchs Fenster abzugeben.»

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