Erste Klima-Aktivisten nach UBS-Aktion in Basel freigelassen

Die Festgenommenen der Blockadeaktion am Aeschenplatz werden im Verlauf der Tages freigelassen.

Eine Demonstrantin wird festgenommen.

Eine Demonstrantin wird festgenommen.

(Bild: Alexander Müller)

Nach der Räumung einer Klimaprotest-Aktion vom Montag vor einem Basler UBS-Bürogebäude haben die Behörden 19 Personen wegen Verdachts auf Straftaten vorläufig festgenommen. Aus der Region ist kaum jemand darunter. Bis am Mittwochabend sollen alle wieder frei sein.

Nach der Blockadeaktion habe man die 19 «einer Personenkontrolle unterzogen», teilte die baselstädtische Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen mit. Inzwischen seien Strafverfahren eingeleitet worden wegen des Verdachts auf Nötigung, Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs sowie Hinderung einer Amtshandlung.

Die Ermittlungs- und Untersuchungshandlungen seien aufwändig und dauerten an, hiess es weiter. Erste Tatverdächtige seien am Dienstagabend wieder frei gelassen worden, die übrigen sollen nach weiteren Einvernahmen im Laufe des Mittwochs entlassen werden. Laut Staatsanwaltschaft sind von den 19 «mutmasslichen Tätern» nur zwei in der Agglomeration Basel wohnhaft. Fünf haben einen Schweizer Pass. Neun sind Deutsche, zwei Finnen sowie je jemand aus den USA, Österreich und Griechenland. Von den 19 Angehaltenen im Alter zwischen 19 und 37 Jahren sind sieben Frauen.

Am Montagmorgen hatten mehrere Dutzend junge Leute nach Greenpeace-Vorbild mit weissen Overalls, Transparenten und symbolischen Requisiten die Eingänge des UBS-Baus beim Aeschenplatz - des früheren Basler Bankverein-Sitzes - besetzt, dies synchron mit einer grösseren ähnlichen Aktion auf dem Zürcher Paradeplatz. Die Grossbank, auf deren Privatgrund sich das meiste abspielte, stellte dann einen Strafantrag, und die Polizei mahnte die Teilnehmenden ab, bis 14.15 Uhr zu gehen. Als letztere dem Aufruf nicht Folge leisteten, wurde die mit einer intensiven Social Media-Kampagne begleitete und orchestrierte Blockade geräumt.

Die Proteste der Aktion richteten sich gegen die Finanzierung klimaschädlicher Aktivitäten weltweit durch Schweizer Grossbanken. Auch kapitalismuskritische Parolen waren zu sehen. Namentlich forderte die Aktivisten-Gruppe vom Schweizer Finanzplatz den sofortigen Ausstieg aus der Finnazierung von Kohle-, Öl- und Gasförderung.

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