Entlassene Streikerinnen wollen nicht zurück

Die beiden Mitarbeiterinnen, die vom Kunstmuseum nach dem Frauenstreik entlassen wurden, haben keine Lust mehr, im Museum zu arbeiten.

Hat Ärger mit seinen Mitarbeiterinnen: Kunstmuseums-Direktor Josef Helfenstein.

Hat Ärger mit seinen Mitarbeiterinnen: Kunstmuseums-Direktor Josef Helfenstein.

(Bild: Nicole Pont)

Zwei Mitarbeiterinnen des Basler Kunstmuseums hatten sich am 14. Juni kurzfristig entschieden, am Frauenstreik teilzunehmen. Das Museum hatte sie daraufhin entlassen, weil die beiden Angestellten im Sicherheitsdienst eine Lücke im Sicherheitsdispositiv hinterlassen hatten.

Die Geschichte schlug daraufhin hohe Wellen. Auf den Sozialen Medien gab es viel Kritik an der Entlassung der beiden Frauen und es kursierte gar eine Online-Petition, die die Rücknahme der Kündigung forderte. Die Museumsleitung knickte deswegen ein und bot den Entlassenen an, wieder in den Job zurückkehren zu dürfen. Direktor Josef Helfenstein hatte in Absprache mit Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) entschieden, den Streikerinnen eine zweite Chance zu geben.

Doch die beiden Frauen lehnen das Angebot der Museumsleitung ab, wie die Basellandschaftliche Zeitung (BZ) schreibt. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen Brief von Helfenstein an die Donatoren, Kunstkommissionsmitglieder und Förderer des Kunstmuseums Basel. Der Entscheid habe seine Berechtigung gehabt, da die Frauen eine Lücke im Sicherheitsdispositiv des Museums provoziert hätten, rechtfertigt sich Helfenstein in dem Schreiben. Man habe jedoch die Emotionen in dem Fall unterschätzt, zitiert die BZ den Museumsdirektor. Dieser beklage sich darin zudem über die «undifferenzierte mediale Berichterstattung».

amu

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