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«Ein Wandel von heute auf morgen geht nicht»

Grossrat Pascal Pfister erklärt die Widersprüche bei den Sozialdemokraten.

BaZ: Herr Pfister, die Zürcher Nationalrätin Chantal Galladé ist aus der SP aus- und der GLP beigetreten. Sie wirft der SP Sturheit und einen ideologischen Blickwinkel vor. Könnte ein solcher Übertritt auch in der SP Basel-Stadt passieren?

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Die SP ist in der Stadt unbestritten eine starke Partei. Auf der anderen Seite ist aktuell eine Klimadebatte im Gange und da orten wir Widersprüche zwischen ökonomischen und ökologischen Überlegungen. Die SP hat sich zum Beispiel für einen Ausbau des Gasnetzes für zehn Millionen Franken ausgesprochen. Was sagen Sie dazu?

Mit anderen Worten will auch die SP die«Milchkuh» Gasnetz weiterbetreiben, weil der Verkauf von Gas lukrativ ist?

... also, Sie sprechen jetzt von einem Ausstieg in den 29 Gemeinden im Baselbiet und Fricktal, welche die IWB auch mit Gas versorgen?

Was für Alternativ-Projekte meinen Sie?

Eigentlich müsste man in der Region Biogasanlagen bauen. Das kostet viel Geld und ist alles andere als sozialverträglich.

Da investiert man lieber in Zertifikate, kauft das Biogas im Ausland ein und kann sich klimaneutral nennen. De facto aber hat man Erdgas auf der Leitung?

Genau das macht die SP ja nicht, wenn sie zehn Millionen Franken für den Ausbau des Gasnetzes bewilligt. Weshalb stösst das im Grossen Rat nur bei SP-Grossrat Stephan Luethi-Brüderlin auf Widerstand? Er sagte während der Debatte, dass ihm das widerstrebe, er der Fraktion aber folgen würde.

Wie gross ist der Einfluss von eurem SP-Mitglied und Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin?

Es ist ein Spagat zwischen Ökologie und Ökonomie. Tut das, abgesehen von Luethi, auch anderen in der SP weh?

Mit einer solchen Haltung ist den Jungen, die sich stark für konsequente Massnahmen bezüglich des Klimaschutzes einsetzen, allerdings nicht gedient.

Wir weisen Sie noch auf einen ökologischen Widerspruch hin: Im Grossen Rat wart ihr geschlossen für das Ozeanium.

Ist es ein unökologisches Projekt?

Wie lauteten die kritischen Punkte?

Im Ratschlag ist die Rede von rund 790 Autofahrten, die das Ozeanium pro Tag generiert. Müsstet ihr nicht aus diesem Punkt dagegen sein?

Zum Schluss möchten wir wieder den Bogen zu abspringenden Mitgliedern schlagen. Glauben Sie nicht, dass dieser ökologische Clinch, in dem die SP steckt, abschrecken kann?