Ein Selfie im Rhein

Rheinschwimmer können sich während der nächsten drei Wochen beim Floss ablichten lassen.

Einmal winken, und schon ist das Foto im Kasten. Foto: Nicole Pont

Einmal winken, und schon ist das Foto im Kasten. Foto: Nicole Pont

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Der Wasserstand ist nach dem Regen am Wochenende markant gestiegen, doch das «Im Fluss»-Floss trotzt wacker den Fluten. Eine Schar Medienleute lässt sich mit Weidlingen auf die Plattform hinübersetzen, um sich den «Oris Fotopoint» näher anzuschauen.

Basel Tourismus hat sich einen sommerlichen Gag einfallen lassen: Schwimmer können beim Floss ein Selfie schliessen. Einmal an der richtigen Stelle winken, und schon wird man ­abgelichtet. Ein paar Sekunden später steht das Bild auf ­Fotopoint.basel.com zum Download bereit.

«Ziel dieser Foto­anlage ist, dass mit den Bildern ‹User Generated Content› (ein vom Nutzer kreierter Inhalt, Anm. d. Red.) generiert wird. Mit Posts auf Insta­gram oder Facebook übernehmen unsere Gäste so selbst die Rolle des Ver­markters. Diese ist glaubwürdiger als klassische Werbung und erst noch kostengünstiger», erklärt Anneke ­Geyer, Manager Marketing & Communications von Basel Tourismus. Zudem wolle man testen, ob die Fotoanlage Anklang finde. Mit solchen Aktionen hofft Basel Tourismus, mehr Sommergäste in die Stadt zu locken.

«Ein ausgeklügeltes System»

Währenddessen haben sich zwei Schwimmer in die Fluten gestürzt, um zu demonstrieren, wie das Ganze funktioniert. Sie lassen sich zur Fahne mit dem Pfeil beim Floss treiben, um sich in Position zu bringen. Die Ampel steht auf Grün, die Kamera ist also schussbereit. Nach der obligaten Handbewegung blitzt es prompt. Mit dem Winken löst man nicht nur den Schnappschuss aus, auch das Einverständnis für den Datenschutz ist somit abgegeben. Wem das Foto nicht zusagt, geht nochmals das Rheinbord hoch und wiederholt die Prozedur, bis es stimmt.

Was auf jeden Fall stimmt, ist das Altstadt-Panorama mit dem Münster im Hintergrund. «Das ist ein ausgeklügeltes System», erklärt Geyer, welche sich seit Monaten intensiv mit diesem Projekt befasst. Nicht nur brauchte es für die Umsetzung Erfindergeist, auch mussten einige Vorgaben berücksichtigt werden wie etwa die Fliessgeschwindigkeit und Sicherheitsaspekte. Um die 40Kilo schwere Kamera vor Vandalen zu schützen, wird sie nachts vorsorglich hochgezogen.

Infos:www.basel.com/de/oris-fotopoint Bilder:fotopoint.basel.com

Erstellt: 29.07.2019, 21:52 Uhr

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