Ehrenhalle für Oldtimer

Basel erhält sein Tram-Museum pünktlich zum 125-Jahr-Jubiläum der BVB.

Die «Dante Schuggi» im Tramdepot Dreispitz.

Die «Dante Schuggi» im Tramdepot Dreispitz.

(Bild: Kostas Maros)

«Es ist ein Moment, auf den wir alle lange gewartet haben, und ich freue mich, dass wir endlich zur Tat schreiten können», fasste BVB-Direktor Erich Lagler am gestrigen Spatenstich im Tramdepot Dreispitz zusammen. Das Tramdepot soll bis zum Januar 2020 (Museumsnacht) zum Tram-Museum werden. Pünktlich zum Jubiläum 125 Jahre BVB. «Wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen», so Sigrid Vierzigmann, Projektleiterin der BVB.

In der Stadt Basel gebe es für beinahe alles ein Museum, was «einzigartig» für die Schweiz sei. «Was noch fehlt, ist das Tram-Museum», sagte Lagler. «Gemessen an der Bedeutung des Trams für Basel ist das erstaunlich.» Dabei ist der Wunsch nach einem entsprechenden Museum seit der Gründung des Tramclubs ­Basel anno 1968 Teil von dessen Statuten. «Nachdem wir über 50 Jahre dafür kämpften, ist das mein allerschönster Moment», freute sich Urs Weber, ehemaliger Billetteur, Tramführer und Präsident des Tramclubs Basel.

«Eine gute Investition»

Das Tram-Museum wird gemäss Georg Vischer von der Genossenschaft Tram-Museum der Region Basel 1,2 Millionen Franken kosten. 700000 Franken konnten seine Genossenschaft und der Tramclub, die beiden Museums-Betreiber, sammeln. Natürlich werde das Museum die Geschichte abbilden, sagte Lagler, doch werde das Tram auch in Zukunft wichtig bleiben für Basel.

«Das Tram ist kein Transportmittel der Vergangenheit, im Gegenteil, viele Städte aktivieren ihre Tramlinien wieder, die sie in den 60er- und 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts ­einstellten», referierte er, «auch in Basel wird ausgebaut.» Das Museum sei «eine gute Investition in die Geschichte der BVB», so Lagler.

Tramdepot auf dem Dreispitz

Drei Elemente würden das kommende Tram-Museum ausmachen. Zum einen sei dies das rollende Trammuseum, das bereits in Betrieb ist. Gemeint sind jene Oldtimer, die auf dem Streckennetz bis zu 600 Extrafahrten jährlich abspulen. Hinzu komme eine Abstellhalle für nicht betriebsfähige Oldtimer. Das dritte Element wird die Ausstellung. Sie soll Fragen beantwortet, die immer wieder gestellt werden. Etwa wieso die Basler Trams grün sind.

Als Heimat für das Tram-­Museum wurde das Tramdepot auf dem Dreispitz bestimmt. «Der beste Standort», so Weber. Es sei die beste Ambiance, die er sich für das Museum vorstellen könne, weil praktisch nichts verändert worden sei an diesem Gebäude.

Basler Zeitung

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