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Eglisee-Schwimmhalle noch nicht freigegeben

Die Inbetriebsnahme der neuen Traglufthalle im Gartenbad Eglisee in Basel verzögert sich.

Realisiert werden konnte die Traglufthalle dank der unabwendbaren Sanierung der maroden Kälteanlage der Kunsteisbahn Eglisee.
Realisiert werden konnte die Traglufthalle dank der unabwendbaren Sanierung der maroden Kälteanlage der Kunsteisbahn Eglisee.
Erziehungsdepartement BS

Ambitionierte Schwimmerinnen und Schwimmer können künftig in Basel auch im Winter in einem 50-Meter-Becken ihrem Sport frönen. Möglich macht dies eine Traglufthalle im Gartenbad Eglisee. Deren Inbetriebnahme verzögert sich nun aber.

Eigentlich hätte die neue Schwimmhalle ab kommendem Montag zunächst den Sportvereinen offen stehen sollen. Da jedoch die Fluchtwege noch nicht den Vorschriften zu genügen vermögen, steht die Freigabe der Anlage durch die Feuerpolizei noch aus. Die Verantwortlichen des Kantons gehen aber davon aus, dass sich die Probleme innerhalb der nächsten zwei Wochen beheben lassen. Bis es so weit ist, müssen die Schwimmsportler ihre Bahnen noch etwas länger unter freiem Himmel ziehen. Die Schliessung des Sportbads St. Jakob wurde dafür eigens verschoben, wie Peter Howald, Leiter des Basler Sportamts, am Donnerstag bei einer Präsentation der Schwimmhalle vor den Medien sagte.

Für Basel «historisches Ereignis»

Erziehungsdirektor Conradin Cramer bezeichnete die Verwirklichung der Schwimmhalle als «historisches Ereignis» für die Schwimm- und Sportstadt Basel. Der Schwimmverein beider Basel engagiert sich schon seit 60 Jahren für eine solche Anlage. Präsident Roger Birrer hat denn beim erstmaligen Betreten der Halle auch eine Freudenträne vergossen, wie er auf Anfrage sagte.

Allerdings werden mit der Winter-Schwimmhalle nicht ganz alle Wünsche des Schwimmvereins erfüllt, der die Anlage im Auftrag des Kantons betreibt. So ist die Halle nicht wettkampftauglich, weil es zu wenig Platz hat sowohl für die Schwimmerinnen und Schwimmer als auch für das Publikum.

Weiterhin träumen wird der Schwimmverein laut seinem Präsidenten von einem ganzjährig benutzbaren Hallenbad mit einem 50-Meter-Becken. Denn die Eglisee-Traglufthalle wird für die Sommersaison jeweils demontiert und mitsamt den Garderoben in vier Container verpackt.

Kälteanlage sorgt für warmes Wasser

Realisiert werden konnte die Traglufthalle dank der unabwendbaren Sanierung der maroden Kälteanlage der Kunsteisbahn Eglisee. Für das Hallenbad mit 26 Grad warmem Wasser kann die bei der Eisproduktion entstehende Abwärme genutzt werden, weshalb es für das Beheizen des Schwimmbeckens und der Traglufthalle nur wenig zusätzliche Energie braucht.

13,8 Millionen Franken hatte der Grosse Rat im November 2015 für die Arbeiten auf der Sportanlage Eglisee bewilligt. Davon entfallen vier Millionen Franken auf die Traglufthalle, die neben den Vereinen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll. Von den sechs Bahnen können voraussichtlich ab Ende Oktober zwei jeden Tag während mindestens acht Stunden frei genutzt werden.

SDA/dou

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