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Dudelsack und Rinderschädel

Wie ein Schotte trägt er eine kleine, hübsche Lendentasche aus Fell. Unser «Stadtjäger» Dominik Heitz hat wieder eine kleine Trouvaille entdeckt, an der die meisten achtlos vorübergehen.

Angelehnt an einen Baumstamm, an dem er sein Weinfässchen befestigt hat, musiziert der Dudelsackspieler mit melancholischem Blick.
Angelehnt an einen Baumstamm, an dem er sein Weinfässchen befestigt hat, musiziert der Dudelsackspieler mit melancholischem Blick.
Dominik Heitz

Natürlich kommt kein Ton aus dem Sack. Denn er ist aus Stein, wie sein Spieler auch. Aber man kann sich ungefähr vorstellen, wie das Instrument klingen muss, das da Melodien zu einem Tanz vorgibt.

Der bärtige Dudelsackpfeifer steht zuoberst auf dem Stock des Spalenbrunnens – dort, wo die Schützenmattstrasse abzweigt. Seit 1850 musiziert hier der Sackpfeifenspieler. Vorher hatte er über 300 Jahre lang oben am Spalenberg gestanden und in die Rosshofgasse geblickt. Angelehnt an einen Baumstamm, an dem er sein Weinfässchen befestigt hat, musiziert er mit melancholischem Blick. Und wie bei einem Schotten hängt auch bei ihm vorne eine hübsche kleine Lendentasche aus Fell.

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