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Diebe warnen vor Dieben – und sahnen selber ab

Falsche Polizisten sind momentan sehr aktiv. Am Telefon behaupten sie, dass Einbrecher unterwegs seien oder ein Angehöriger in einen Unfall verwickelt sei.

Seniorinnen und Senioren sind ein besonders beliebtes Opfer von falschen Polizisten.
Seniorinnen und Senioren sind ein besonders beliebtes Opfer von falschen Polizisten.

Mit einer neuen Betrugsmasche versuchen falsche Polizisten Personen dazu zu bringen, ihnen Geld auszuhändigen, wie die Kantonspolizei Basel am Freitag schreibt. Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass die Behörden auf die Aktivitäten von Trickbetrügern hinweisen. Aber letztere scheinen ihre Methoden ständig zu erneuern oder zu variieren.

Demnach wurden in mehreren Fällen Personen von «Polizisten» unter dem Vorwand kontaktiert, dass deren Tochter oder ein anderer Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Dabei sei ein grosser Sachschaden entstanden, wird behauptet. Dieser müsse nun gedeckt werden. Andernfalls werde der Angehörige sofort ins Gefängnis eingeliefert.

Es gebe nur einen Weg, dies zu verhindern, behaupten die falschen Polizisten weiter: Man müsse mehrere zehntausend Franken zahlen. Die Täter fordern ihre potentiellen Opfer dabei wiederholt auch auf, das Geld aus Gründen der Sicherheit persönlich in eine andere Stadt oder ins Ausland zu bringen. Dort könne man es einem Polizisten übergeben oder an einem unauffälligen Ort hinterlegen.

Gefälschte Telefonnummern

Gemäss Kantonspolizei Basel rufen die oft Hochdeutsch sprechenden Betrüger über gefälschte Telefonnummern an. Auf dem Telefondisplay erscheint eine offizielle Amtsnummer, zum Beispiel diejenige einer Polizeiwache oder einer Behörde. Die Täter stellen sich als Polizist oder Kriminalbeamtin vor.

Eine beliebte Masche der Trickbetrüger sei zudem zu behaupten, dass die auf Banken deponierten Vermögen nicht mehr sicher seien und man deshalb das Geld abheben und zu sich nach Hause nehmen solle. Anschliessend würden zivile Polizeibeamte am Wohnort vorbeikommen, um das Bargeld, den Schmuck sowie weitere Wertsachen in Verwahrung zu nehmen und an einem sicheren Ort zu deponieren.

Potenzielle Opfer würden mitunter in Angst und Schrecken versetzt, schreibt die Kantonspolizei Basel. Ihnen werde zum Beispiel von den falschen Polizisten weisgemacht, dass bewaffnete Einbrecher unterwegs seien, um das am Wohnort aufbewahrte Geld zu stehlen.

(bor)

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