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Die ungewöhnlichsten Tropfen der Weinmesse

Auf Entdeckungsreise an der Basler Weinmesse: Dabei stiessen wir auf Exoten aus Mexiko und Libanon, einen plumpen Schauspieler aus Kalifornien, einen enttäuschenden G-Punkt und eine Walliser Whisky-Nase.

«Coppola, dieser alte Mafioso», lacht die Frau hinter der Theke und murmelt etwas von «…Grossvater bei der Mafia…» während sie eine Flasche Zinfandel Director's Cut 2011 hervorklaubt. Der amerikanische Starregisseur produziert nämlich nicht nur Blockbuster wie «Der Pate» oder «Apocalypse Now», sondern auch Weine von ähnlicher Wucht. Wir befinden uns am Stand der Obrist SA, einer von rund 130 Weinhändlern- und Produzenten der diesjährigen Basler Weinmesse. Und Coppolas «Director's Cut» ist einer von über 4500 Weinen, die noch bis am Sonntag in der Messehalle vier degustiert werden können.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Tropfen hat dieser Wein allerdings einen weltbekannten Paten, auch wenn die Arbeit in Rebberg und Keller selbstverständlich andere verrichten. Wie ist er also, der Zinfandel – die Sorte kennt man auch als Primitivo – von Coppola? Dezent in der Nase, wuchtig im Gaumen und die Etikette ist toll. Hinter der schönen Fassade ist der Wein leider viel zu eindimensional – wie ein schlechter Schauspieler. Weitere Degustations-Details gibts in der obenstehenden Bildstrecke.

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