Zum Hauptinhalt springen

Die Telefonlinien laufen heiss

Die Basler Firma Medgate betreibt für das Bundesamt für Gesundheit die offizielle Corona-Hotline.

Medgate unterhält im Auftrag des Bundes die zentrale Corona-Hotline des Bundes.
Medgate unterhält im Auftrag des Bundes die zentrale Corona-Hotline des Bundes.
Kostas Maros

«Ihr Sohn gehört zur Risikogruppe, dann verweisen wir Sie an den behandelnden Arzt», sagt der Mitarbeiter der Telemedizin-Firma Medgate am Telefon einer besorgten Mutter.

Er ist einer von Dutzenden von Experten, die vor drei bis vier Computerschirmen sitzen und rund um die Uhr die offizielle Schweizer Coronavirus-Hotline bedienen. Diese wird vom Basler Unternehmen Medgate im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) betrieben: «Die Hotline startete am 30. Januar. Es begann mit 100 bis 150 Anrufen. Ende Februar, mit den ersten Fällen in Italien, begann es sich zu steigern auf bis zu 1000 Anrufe pro Tag. In den letzten zwei Wochen sind es täglich mehr als 2000 Anrufe, die wir entgegennehmen», so Medgate-Sprecher Cédric Berset zur BaZ.

Empathie gefragt

Medgate bietet seit 20 Jahren ärztliche Beratungen und Behandlungen per Telefon, Video und per App an, dies rund um die Uhr an 365 Tagen pro Jahr.

Alle Fäden laufen im Hauptquartier am Aeschenplatz zusammen, drei Stockwerke über der BaZ-Redaktion. Daneben gibt es Partner in aller Welt. Viele der Telemediziner haben auch schon vor der aktuellen Corona-Krise von zu Hause aus gearbeitet. So etwa beschäftigt Medgate, wenn es tiefe Nacht ist in Basel, Schweizer Ärzte in Australien.

Gegenwärtig hat Medgate seine Kapazitäten hochgefahren und viele temporäre Mitarbeiter rekrutiert. Gesucht würden Mitarbeiter mit Empathie, die auf Menschen eingehen können, so Berset: «Die Leute sind nicht in Panik, aber verunsichert. Sie wissen nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen, und brauchen jemanden, der ihnen hilft.»

Fragen und Antworten

Die Fragen der Anrufer drehten sich meist um folgende Themen, so Berset: «Wie kann ich mich schützen,wie hoch ist das Ansteckungsrisiko? Sehr häufig sind auch die Fragen nach Symptomen des Virus. Auch häufig sind Fragen, was zu tun ist, wenn jemand eine Reise geplant hat.» Immer häufiger würden in den letzten Tagen Fragen in Zusammenhang mit Schulen, mit Arbeit und Homeoffice gestellt. Wie sei etwa eine Quarantäne zu handhaben?

Bei den Antworten halte man sich streng an die dauernd aktualisierten Richtlinien des BAG: «Wir verweisen auf die bekannten Schutzmassnahmen: Halten Sie Distanz zu anderen Leuten. Vermeiden Sie grössere Menschenmassen. Vermeiden Sie den ÖV, wenn möglich. Halten Sie sich an die Hygienevorschriften mit regelmässigem Händewaschen», fasst Berset zusammen.

Auch bei Reisen biete man Beratung: «Für bestimmte Länder gibt es Empfehlungen des BAG. Aber mittlerweile ist das Virus in der ganzen Welt verstreut. Ob man reist, muss man selber entscheiden. Wir unterstützen mit aktuellen Informationen.» Generell vermittle man diese, dazu Anlaufstellen und verweise auf Amtsstellen, Firmenverantwortliche oder den behandelnden Arzt. Neben der Hotline für die Bevölkerung unterhalte man auch eine für Ärzte, denen man dann die jeweils neuesten Informationen vermittle.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch