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Die Pinguine sind zurück

Nach über einem Jahr ist die Vergrösserung der Pinguin-Anlage im Zolli vollbracht. Von nun an kann man die Pinguine beim Tauchen direkt auf Augenhöhe beobachten.

Die neue Anlage ist ab heute für die Besucher zugänglich.

Eng aneinander gekuschelt stehen sie da. Abwechselnd strecken sie ihre Hälse in die Höhe oder säubern sich mit ihren Schnäbeln das Gefieder. Das ist ein gutes Zeichen denn die Pinguine scheinen sich sichtlich wohl in ihrem neuen Zuhause zu fühlen. Bei der Einrichtung des Geheges wurden die Bedürfnisse der Tiere an erster Stelle gesetzt.

Die neue Anlage ist heute vorgestellt worden und einige Besucher bestaunten sie auch schon. Damit der Umbau reibungslos ablaufen konnte, mussten die 26 Pinguine für kurze Zeit umziehen. Vom Oktober 2017 bis Dezember 2018 waren die Basler Pinguine im Wuppertaler Zoo zu sehen. Trotz der grossen Distanz verlief der Transport dank Spezialkisten mit integrierter Kühlung problemlos ab. Im Vivarium des Zollis wurden nach und nach die Trennwände der Käfige entfernt und beide Pinguin-Arten konnten selbstständig ihre neue Umgebung erkunden. Da sie sich schneller als gedacht eingewöhnt haben, findet der im Winter beliebte «Pinguinspaziergang» ab diesem Donnerstag um 11 Uhr wieder statt.

Vergrösserung der Anlage

Um den 17 Königs- und neun Eselspinguinen eine optimale Lebensqualität bieten zu können, musste die bereits existierende Anlage deutlich vergrössert und saniert werden. Für 2,4 Millionen Franken wurde das Gehege saniert und erweitert. Hinter der Anlage wurde zusätzlich noch ein Raum für die Haustechnik erbaut. Die Kuratorin Friederike von Houwald ist mächtig stolz auf das Endresultat.

Die Landfläche hat sich für die Bewohner verdoppelt und bietet zudem erhöhte Brutplätze und Nestnischen. In der kalten Jahreszeit steht den Pinguinen zusätzlich noch eine Aussenanlage zur Verfügung. Ein Highlight für Mensch und Tier ist das zweite Schwimmbecken, denn Besucher können auf Augenhöhe die Pinguine dabei bestaunen wie sie elegant durchs Wasser gleiten.

Am Anfang waren die Pinguine noch etwas zurückhaltend. Das legte sich jedoch schnell.
Am Anfang waren die Pinguine noch etwas zurückhaltend. Das legte sich jedoch schnell.
Basler Zoo
Tauchen zu gehen ist für die Pinguine momentan undeckbar. Viel zu gross ist die Gefahr, dass ein Seeleopard auf sie lauern könnte.
Tauchen zu gehen ist für die Pinguine momentan undeckbar. Viel zu gross ist die Gefahr, dass ein Seeleopard auf sie lauern könnte.
Basler Zoo
Wenn die Türe zwischen den Anlagen geöffnet ist, dann können die Königs- die Eselspinguine besuchen und andersherum.
Wenn die Türe zwischen den Anlagen geöffnet ist, dann können die Königs- die Eselspinguine besuchen und andersherum.
Basler Zoo
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Momentan sind die Pinguine noch etwas misstrauisch was das Bassin angeht, da sie vermuten, dass ein Fressfeind nur auf sie wartet. Für die Reinigung des Wassers sorgt ein Filter, der energiesparender ist als die zuvor benutzte Reinigungsmethode. Beide Anlagen sind unter sowie auch über Wasser mit einem Schieber verbunden. Damit die Pinguine nicht die Rufe ihrer Artgenossen hören, ist die Wand, die beide Anlagen voneinander abtrennt, mit einer Schalldämmung versehen.

Von Houwald erklärte den Grund für die Abtrennung damit, dass in freier Wildbahn die grösseren Jungen von ihren Eltern regelmässig alleine gelassen werden, um im Meer auf Futterjagd zu gehen. Im Zoo sind die Jungtiere allerdings selten ohne ihre Eltern und haben deshalb auch deutlich mehr an Gewicht als vorgesehen. In Zukunft können auch im Zoo Basel die bettelnden Jungvögel für wenige Tage abgetrennt werden.

Zuwachs im Wuppertal

In ihrem vorläufigen Zuhause hat ein Basler Königspinguin-Paar ein Ei ausgebrütet. Der neue Schützling durfte im Gegensatz zu anderen mit seinen Eltern zurück in den Basler Zoo. Jungvögel die im Jahre 2016/17 geschlüpft sind wurden im Wuppertal gelassen, da man vermeiden will, dass sich die Tiere untereinander fortpflanzen.

Für die Eselspinguine könnte schon bald ein neuer Umzug bevorstehen. Wenn das Ozeanium planmässig gebaut werden kann, dann haben die Königspinguine die 150 Quadratmeter bald ganz für sich alleine.

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