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Die afrikanischen Dealer und ihre Schweizer Frauen

Die Kokain­mafia betreibt ein regelrechtes Single-Netzwerk um heiratswillige Schweizerinnen zu finden. Eine Baslerin erzählt, wie ein Drogenhändler sie ausnutzte und eine Aufenthaltsbewilligung erschlich.

Frauen bemerken das Doppelleben ihres Mannes oft erst, wenn die Handschellen klicken.
Frauen bemerken das Doppelleben ihres Mannes oft erst, wenn die Handschellen klicken.
Keystone

«Ich war einfach nur naiv», sagt Fabienne M.* rückblickend. Jahrelang war sie mit dem nigerianischen Drogendealer Vincent O. zusammen. Kennengelernt haben sich die Baslerin und der Nigerianer 2004 in einer Disco. Sie alleinerziehend mit einem Kind, er frisch aus dem Gefängnis. «Wenn ich Fragen über seine Vergangenheit ­gestellt habe, hat er sich rausgeredet», erinnert sich M. Zuerst habe sie sich nicht sonderlich für Vincent interessiert. Doch er habe nicht locker gelassen. Schliesslich gewinnt der kleine Afrikaner mit der tiefen Stimme ihr Herz. Von seinen Geschäften will sie nichts gemerkt haben. «Im Nachhinein wundere ich mich schon, dass meine Alarmglocken nicht geklingelt haben», meint Fabienne M. heute. Beispielsweise, als plötzlich die Polizei vor der Tür stand und die gemeinsame Wohnung auf den Kopf stellte. Weil die Beamten aber nichts fanden, glaubte sie weiterhin den Beteuerungen ihres Freundes.

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