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Der Panzer ist jetzt ein Lieferwagen

Grosser Rat spricht 800000 Franken für Sonderschutzlieferwagen. Das Spezialfahrzeug soll gepanzert daherrollen.

So könnte der gepanzerte Lieferwagen aussehen. Ein Mercedes mit Panzerglas und Allrad.
So könnte der gepanzerte Lieferwagen aussehen. Ein Mercedes mit Panzerglas und Allrad.
Wolfgang Barnitzke

Martialisch: So soll das Sonderschutzfahrzeug der Kantonspolizei Basel-Stadt nicht aussehen. Sondern vielmehr wie ein normaler Lieferwagen daherkommen. Dennoch ist das mehrere Tonnen schwere Fahrzeug gepanzert. Es soll der Polizei bei gefährlichen Einsätzen dienen. Zum Beispiel, wenn in einer Schule eine Terrorwarnung abgeht und Kinder aus dem Schulhaus evakuiert werden müssen. Oder wenn, wenn auf dem Theaterplatz ein Bombenalarm ist. Polizisten können in solchen Fällen mit dem schusssicheren Auto vorfahren und ihren Dienst leisten. Die Kosten für ein derartiges Fahrzeug belaufen sich auf rund 800000 Franken. Der Grosse Rat stimmte der Ausgabe für den gepanzerten Lieferwagen mit grosser Mehrheit zu.

FDP-Polizeidirektor Baschi Dürr betonte, dass das Auto «im Design harmlos» daherkommen müsse. «Bisher ging es um einen sonderschutz-Lastkraftwagen, jetzt geht es um einen sonderschutz-Lieferwagen», sagte Dürr während der Debatte im Parlament. Vor rund einem Jahr hatte der Grosse Rat einen Kredit für die Anschaffung eines gepanzertes Fahrzeug versenkt, aber Geld für die Miete eines Militärfahrzeugs gesprochen. Damit konnte sich die Polizei aber offenbar nicht anfreunden. Denn das Fahrzeug wäre in Liestal stationiert gewesen, was eine lange Aktivierungszeit für einen Einsatz von einer Stunde und zehn Minuten bedeutet hätte. Bei dem Militärfahrzeug hätte es sich um ein gepanzertes Militärfahrzeug in Form eines feldgrünen Duros gehandelt. Bei diesem Fahrzeug des Herstelles Mowag war immer auch die Rede von einem Panzer.

Dürr sagte, dass es sich nicht unbedingt um den Mercedes im Bild handeln könnte. Aber die Art des Fahrzeugs sei dieser Natur. Es soll wendiger und günstiger sein im Unterhalt als der Duro. Die Polizei werde es ausschreiben. Dürr: «Wir haben kein Interesse daran, aufzufallen. Es geht um den Schutz unserer Mitarbeiter, aber auch um den Schutz möglicher Opfer in extremen Situationen.»

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