Der Kanton bittet zur Untersuchung

Der Kanton Basel-Stadt lanciert ein breites Darmkrebs-Vorsorge-Programm.

Die Kosten der eigentlichen Untersuchung sollen die Krankenkassen decken, und zwar franchisebefreit.

Die Kosten der eigentlichen Untersuchung sollen die Krankenkassen decken, und zwar franchisebefreit.

(Bild: Keystone)

Wenn der Grosse Rat die für Administrativkosten beantragten 1,12 Millionen Franken bewilligt, sollen bis 2023 rund 52'000 Einwohner des Kantons Basel-Stadt zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen werden, teilzunehmen. Die Krebsliga beider Basel soll das Screening-Programm für den Kanton aufbauen und umsetzen, wie das Gesundheitsdepartement (GD) am Montag bekanntgab. Wer im Stadtkanton lebt und zur Zielgruppe gehört, soll - nach Geburtsjahr gestaffelt - schriftlich zur Teilnahme eingeladen und bei Bedarf später weiter betreut werden.

Die Kosten der eigentlichen Untersuchung sollen die Krankenkassen decken, und zwar franchisebefreit. Konkret geht es dabei um zweijährliche Laboruntersuchungen im Stuhl und bei einem positiven Befund eine Darmspiegelung (Koloskopie), respektive letztere alle zehn Jahre.

Die für das Programm nötigen Mittel hatte der Grosse Rat mit dem Budget 2019 im Dezember im Prinzip bereits gesprochen. Dieser muss nun aber noch den detaillierten Ausgabenbericht dazu absegnen, bevor es losgehen kann.

Dickdarmkerbs gehört laut GD zu den häufigsten Krebsarten in der Schweiz. Mit Vorsorge sei die Krankheit aber oft heilbar oder sogar zu verhindern. Das systematische Screening soll die Qualität und Kosteneffizienz der Vorsorgeuntersuchungen nachhaltig gewährleisten. Die fünfjährige Laufzeit soll eine Synchronisation mit dem Mammographie-Screening ermöglichen.

amu/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...