Der Heimatschutz zeichnet drei Basler Bauten aus

Jährlich werden fachmännisch renovierte Altbauten und vorbildliche Neubauten prämiert. Nun ist es wieder so weit.

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An seiner Jahresversammlung 2016 vom 8. November zeichnete der Heimatschutz Basel folgende drei Bauten aus:

Restaurierung und Umbau der Wohn- und Gewerbebauten an der Rheingasse durch das Architekturbüro Kräuchi Architekten ETH SIA BSA Basel.

Hier ist ein bis zur Utengasse reichendes Ensemble aus Altstadthäusern und Gewerbebauten zu Büros und Wohnungen umgebaut worden. Die Altstadthäuser an der Rheingasse wurden renoviert. Sie enthalten wertvolle historische Bauteile: Tafelparkett, bemalte Deckenbalken, Kachelofen, etc. Holz-Glas-Wände trennen nun die eingebauten Büros, lassen aber trotzdem den Blick durch die ganze Halle zu. Die beiden Gewerbebauten wurden mit einer neuen Passerelle verbunden und gegen die Rheingasse hin wurde ein grosszügiges Haupttreppenhaus eingesetzt.

Um- und Neubau des Hotel Nomad durch das Basler Architekturbüro Buchner Bründler Architekten.

Aus einem Gebäude aus den Fünfzigerjahren des 20. Jh. wurde ein modernes elegantes Hotel. Das ehemalige Apartmenthaus bestand aus einem Vorder- und einem Hinterhaus mit einem dazwischen liegendem Höfchen. Die Struktur des Vorderhauses wurde beibehalten. Die umgebauten Hotelzimmer sind in ihrer Materialisierung meisterhaft. Die charakteristische historische Fassade mit den geriffelten Betonreliefs konnte saniert und erhalten werden und die Betonpfeiler im Erdgeschoss sind Originalbestand. Das Hinterhaus musste vollständig erneuert werden und bietet nun loftartige, von Jasmin Grego und Stephanie Kühnle gestaltete Hotelzimmer.

Umbau- und Aufstockung Birmannsgasse 47 durch das Architekturbüro sab Architekten Basel.

Das Ensemble, bestehend aus zwei Haupthäusern an der Birmannsgasse und zwei Hinterhof-Gewerbebauten wurde umgebaut und aufgestockt. Im Haus Nr. 45 wurden nur die Fenster ersetzt. In dessen Hinterhof wurde unlängst einer der einfachen Gewerbebauten zu einem Wohnhaus umgebaut. Das auf der Hofseite dreigeschossige Haus Nr. 47 wurde hinten um ein Geschoss, gegen die Strasse hin um zwei Geschosse aufgestockt. Die Umnutzung des Estrichs in Schlafräume und Badezimmer erfolgte unter Beibehaltung des ehemaligen Charakters. Auf den oberen Geschossen entstand eine offene Raumlandschaft. Im darunterliegenden Altbau wurden die Eingriffe konzentriert, so dass andernorts weniger interveniert werden musste. Das Weiterbauen und Reparieren dieses Ensembles ist ein Vorbild für die innerstädtische Verdichtung.

hel

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