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Der Claraturm darf gebaut werden

Am Messeplatz kann ein 96-Meter-Hochhaus entstehen: Die Mehrheit des Basler Stimmvolks unterstützt das Bauprojekt am Riehenring. Das Referendum der Claraturm-Gegner verlief somit nicht nach deren Wunsch.

Hochhaus kann realisiert werden: Das Anliegen der Claraturm-Gegner hat keine Mehrheit gefunden.
Hochhaus kann realisiert werden: Das Anliegen der Claraturm-Gegner hat keine Mehrheit gefunden.

Der Claraturm neben dem Messeneubau kann gebaut werden: Die Stimmberechtigten haben den Bebauungsplan für das 96 Meter hohe Wohn- und Geschäftshaus am Sonntag mit einem Ja-Stimmenanteil von 52,91 Prozent gutgeheissen. Nach einem sehr lebhaften, teils auch giftigen Abstimmungskampf lag die Stimmbeteiligung bei 54,48 Prozent. Der Claraturm-Bebauungsplan wurde mit 30'018 gegen 26'712 Stimmen gutgeheissen.

Gegen das 100-Millionen-Projekt eines UBS-Immobilienfonds hatte der Pächter der Piano-Bar, die dem Turm weichen muss, das Referendum ergriffen. Mit Hilfe von Denkmalschützern kamen 3800 Unterschriften zusammen. Allerdings sprachen sich fast alle politischen Parteien für den Turm mit 170 Wohnungen sowie Gastrobetrieben und Büros aus.

Ein kleiner Bruder für den Messeturm

Der Claraturm entsteht nach Plänen der Basler Architekten Morger Dettli vis-à-vis der neuen Messeplatz-Passerellehalle von Herzog & de Meuron, respektive einen Steinwurf vom 105 Meter hohen Messeturm von Morger Degelo entfernt. Unter dem Strich soll der Claraturm rund 140 zusätzliche Wohnungen bringen, was bei einer Leerwohnungsquote im Stadtkanton von 0,3 Prozent ein gewichtiges Argument war.

Die Gegner des Claraturms gaben primär an, die stimmungsvollen Altbauten erhalten zu wollen. Deren Denkmalschutzwürdigkeit hatte das kantonale Appellationsgericht 2008 indes rechtskräftig verneint. Der solitäre Turm bringt Basel-Stadt zudem rund fünf Millionen Franken Mehrwertabgabe - eine solche kennen nur wenige Kantone in der Schweiz. Der Claraturm anstelle des Eck-Restaurants «Zum alten Warteck» soll maximal 29 Stockwerke hoch werden; ein Nebengebäude fünf oder sechs Etagen. Im obersten Stockwerk ist ein Restaurant geplant.

Bei den nationalen Vorlagen hat das Stimmvolk in Basel-Stadt – wie auch in Baselland –alle drei Anliegen abgelehnt.

SDA/jg

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