Das sind die Strafen für die Klimaaktivisten vom Paradeplatz

Sie besetzten den Eingang der Credit Suisse und der UBS in Basel. Jetzt sind die Strafmasse für die verurteilten Aktivisten bekannt.

Wurden abgeführt und mit Strafbefehlen bestraft: Klimaaktivisten protestierten am Montag, 8. Juli 2019, am Zürcher Paradeplatz.

Wurden abgeführt und mit Strafbefehlen bestraft: Klimaaktivisten protestierten am Montag, 8. Juli 2019, am Zürcher Paradeplatz.

(Bild: Keystone)

Plötzlich herrschte Aufregung in Zürich und Basel. Am Montag vor einer Woche besetzten Klimaschützerinnen und -schützer die Eingänge der Credit Suisse am Paradeplatz Zürich und der UBS in der Aeschenvorstadt in Basel. In beiden Städten löste die Polizei die Aktion mit einem Grossaufgebot auf und verhaftete Protestierende. Allein in Zürich wurden etwas mehr als 60 Aktivistinnen und Aktivisten verhaftet. Sie wurden fast 48 Stunden festgehalten.

Nun teilt Collective Climate Justice in einer Mitteilung mit, wie hoch die Strafen für die Protestierenden ausfallen. «Sämtliche Aktivistinnen und Aktivisten in Zürich erhielten einen Strafbefehl wegen Nötigung, einigen wird zusätzlich Hausfriedensbruch vorgeworfen. Unabhängig von der Beschuldigung beträgt das Strafmass für alle 60 Tagessätze à 30 Franken», schreiben die Klimaschützer.

Eine Person weiterhin in Haft

Die Strafbefehle in Basel-Stadt lauten gemäss Collective Climate Justice etwas anders, die Strafmasse würden noch höher ausfallen als in Zürich. «Dort wird allen Aktivistinnen und Aktivisten zusätzlich Landfriedensbruch und Sachbeschädigung (wegen Kohlemalereien) vorgeworfen. Bei vielen kommt noch Diensterschwerung und bei wenigen Hinderung einer Amtshandlung hinzu», heisst es in der Mitteilung weiter. Das Strafmass auf den Strafbefehlen reiche von 150 bis 170 Tagen Freiheitsstrafe oder umfasse 180 Tagessätze à 50 Franken.

Gegenüber dem Nachrichtenportal «Watson» bestätigt die Zürcher Staatsanwaltschaft am Montag zudem, dass sich noch eine Person in Haft befinde. Einer der Gründe sei, dass es bislang noch nicht möglich war, die Identität dieser Person festzustellen.

Collective Climate Justice findet die Strafen übertrieben. Es sei stossend, wenn Städte wie Basel und Zürich den Klimanotstand ausrufen, gleichzeitig Klimaschützerinnen und -schützern mit Repression begegnen. «Investitionen in fossile Energien sollten durch die Politik blockiert werden und nicht durch Aktivistinnen und Aktivisten, welche sich vor die Banken setzen», sagt Frida Kohlmann, Pressesprecherin von Collective Climate Justice. Deshalb verlangt Collective Climate Justice, dass sämtliche Strafbefehle umgehend fallen gelassen werden.

sip

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