Das neue Uni-Kinderspital ist bezugsbereit

Mit dem Umzug werden Ende Januar die beiden bisherigen Standorte in Basel-Stadt und Baselland aufgehoben.

Blick vom Frauenspital auf das neue Kinderspital UKBB

Blick vom Frauenspital auf das neue Kinderspital UKBB

(Bild: Margrit Müller)

Im Neubau stehen 84 Pflegebetten und 16 Plätze auf der Intensivpflegestation zur Verfügung. Die Infrastruktur sei dabei auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet, sagte CEO Conrad Müller am Montag vor den Medien.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Farben. Von Aussen fällt die Fassade des Gebäudes auf, deren Neonfarbe je nach Blickwinkel wechselt. Im Innern ist das farbige Mobiliar in den Wartezonen und Spielräumen ein Blickfang. Kindgerecht sind zudem die breiten Gänge. Dort sollen die Patienten ihren Bewegungsdrang ausleben.

Schulräume und Internetzugang

In jedem Stockwerk bieten offene Loggias die Möglichkeit, an der frischen Luft zu spielen. Auf zwei Stockwerken befinden sich die Patientenzimmer, in denen auch ein Elternteil übernachten kann. Die kleinen Patienten erhalten in den Schulräume Unterricht, derweil den Jugendlichen Räume mit Internetzugang zur Verfügung stehen.

Das UKBB ist eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt mit bikantonaler Trägerschaft. Damit sei das Spital für die neuen Herausforderungen mit den Fallkostenpauschalen gerüstet, sagte der Basler Gesundheitsdirektor Carlo Conti.

Die beiden Basel haben rund 170 Millionen Franken in den Neubau investiert. Nach der offiziellen Einweihung am kommenden Freitag und «Tagen der offenen Tür» am Wochenende erfolgt am 29. Januar der Bezug des Gebäudes durch Patienten und Personal. Damit nimmt das neue UKBB den Betrieb auf.

Zwei Standorte - viele Probleme

Das neue UKBB blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. 1987 beschlossen die Regierungen in Basel und Liestal, ein gemeinsames Universitäts-Kinderspital im Baselbieter Kantonsspital Bruderholz in Bottmingen BL einzurichten. 1995 kam aber die Kehrtwende: Das UKBB sollte an zwei Standorten betrieben werden.

1999 bildete sich das UKBB aus der Klinik im Bruderholzspital und dem alten Basler Kinderspital am Schaffhauserrheinweg im Kleinbasel. Schnell zeigte sich aber, dass die räumliche Aufteilung für Patienten, Eltern und Personal problematisch ist.

Die Regierungen der zwei Kantone beschlossen daher bereits ein Jahr später, dass das UKBB an einem Standort vereint werden solle. Nach einer Standortdiskussion erfolgte der Entscheid für die Spitalstrasse. Der Neubau steht nun neben dem Basler Universitätsspital mit der Frauenklinik.

Zuletzt behandelte das UKBB rund 6600 Patientinnen und Patienten im Jahr stationär. 78'000 Patientinnen und Patienten wurden ambulant behandelt.

amu/sda

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