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«Das Gesetz erlaubt uns das»

Präsident Bult würde lieber über Chancen reden, statt seine Strategie verteidigen zu müssen. Foto: Pino Covino

Herr Bult, die neue, enge Bindung der Bank Cler an die BKB erhöht das Risiko für den Steuerzahler, weil im Haftungsfall die Staatsgarantie auch für die Cler greifen könnte. Das entspricht nicht dem politischen Willen und ist womöglich auch gegen das Gesetz.

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Und was sagen Sie zu unserem angesprochen Punkt mit dem Risiko?

Der Gesetzgeber, das Parlament, wollte ganz klar eine Entkopplung der BKB und der Bank Cler, um zu verhindern, dass die Staatsgarantie auchfür die Bank Cler gelten könnte. Der Konsens unter den Parteien: Sie haben den politischen Willen, womöglich auch das Gesetz gebrochen. Haben Sie dafür Verständnis?

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) untersucht den Fall. Sie hat im Frühling, nach der kompletten Aktienübernahme durch die BKB, die Untersuchung unterbrochen, weil die BKB gesagt habe, sie wisse noch nicht, wie sie die Übernahme fortführe. Ist das korrekt?

Die Regierung wurde also von Ihnen informiert, sie hat also keine aktive Rolle bei der Strategiefindung gespielt. Ist das korrekt?

Im Sommer hat die GPK die Arbeit wiederaufgenommen, nachdem nun auch die Führungsetage der Bank Cler durch BKB-Kader ersetzt worden war. Können Sie nachvollziehen, dass die GPK eine Gefahrfür den Steuerzahler sieht?

Es gibt mehr Risiko für den Steuerzahler, aber das werde «überkompensiert durch die bessere Risikosteuerung».Was soll das heissen?

Üblich? Die Bank Cler gehörtzu 100 Prozent der BKB. Und Politiker von links bis rechts sehen diese enge Anbindung kritisch. Beunruhigt Sie das nicht?

Nochmals. Bei den Parteien von links bis rechts herrscht Konsens: Nach den Missständenbei der BKB von früher will man kein höheres Risiko. Nun nimmt die BKB unbe­stritten mehr Risiko. Man will zudem, dass sich die BKB auf die Region beschränkt. Die Bank Cler ist nun bloss noch eine Hülle der BKB und betreibt ihr Geschäft schweizweit.

War die Zustimmung der Regierung Formsache, oder mussten Sie bei Finanz­direktorin Eva Herzog Überzeugungsarbeit leisten?

Wenn die GPK zum Schluss kommt, dass die Sache nicht gesetzeskonform ist. Was tun Sie dann?

Andere Medien kritisierten Ihre Personalpolitik. Der Vorwurf: Sie haben die Leute nicht nach Qualität, sondern aufgrund alter Seilschaften ausgewählt.