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«Das brachte viele kritische Stimmen hervor»

Trotz Spitzenergebnis hat es nicht ganz gereicht: Der Basler Regierungspräsident Guy Morin muss seinen Sitz in einem zweiten Wahlgang verteidigen.

Guy Morin im Interview: Trotz zweitem Wahlgang dürfte er wohl im Amt bleiben. (Video: Joël Gernet)

Die Wahl zum Regierungsrat hat Guy Morin bereits im Sack. Die Wahl ins Regierungspräsidium ist hingegen noch nicht ganz entschieden. Guy Morin hat zwar 49,4 Prozent der Stimmen auf sich vereint, das absolute Mehr und damit die Wahl im ersten Gang knapp verpasst. Mit 20'266 Stimmen hat Morin aber einen komfortablen Vorsprung auf den erster Verfolger: Baschi Dürr hat 11'851 Stimmen (28,9 Prozent) für das Regierungspräsidium auf sich vereint. Bereits vorbei dürfte die Wahl für SVP-Kandidat Lorenz Nägelin sein. Mit 4600 Stimmen trennen ihn Welten von einem Erfolg.

Für das vor vier Jahren eingeführte Regierungspräsidium lagen insgesamt fünf Kandidaturen vor. Jene von dem Musiker Elia Rediger und die von Rechtsaussen Eric Weber hatten aber von Anfang an nur statistischen Wert.

«Sitz war umkämpft»

Die fünf Kandidaturen führt Morin ins Feld, um zu begründen, warum es im ersten Wahlgang nicht gereicht hat. Er nimmt den Umweg sportlich: «Dass ich das absolute Mehr nicht im ersten Wahlgang erreiche, habe ich erwartet. Der Sitz war umkämpft.» Morin freute sich aber über den deutlichen Vorsprung von rund 8500 Stimmen auf Baschi Dürr: «So wird auch ein zweiter Wahlgang relativ bequem.» Allerdings werden beim zweiten Wahlgang die Karten neu gemischt.

Morins Resultat in der Regierungsratswahl war etwas schlechter als 2008. Auch das ist für Morin keine grosse Überraschung: «Um meine Person und um meinen Sitz wurde alleine ein Wahlkampf geführt. Das hat viele kritische Stimmen hervorgebracht.» Seine Regierungskollegen hätten es da deutlich leichter gehabt: «Meine Kollegen mussten ja praktisch keinen Wahlkampf führen, die waren quasi gesetzt.»

Stille Wahl vor vier Jahren

Regierungsrat Guy Morin war mangels weiterer Bewerber 2008 noch in stiller Wahl Regierungspräsident geworden war. Wegen einer Änderung des Wahlgesetzes wäre eine stille Wahl heute auch ohne Herausforderer nicht mehr möglich. Der zweite Wahlgang für das Regierungspräsidium findet am 25. November statt.

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