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BVB-WLAN noch vor Ostern

Die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) werden nächste Woche ein WLAN-Angebot in ihren Trams lancieren. Und haben damit um rund acht Wochen das Nachsehen gegenüber der Baselland Transport AG (BLT).

Ab nächster Woche kann man auch in den BVB-Combinos via WLAN ins Internet.
Ab nächster Woche kann man auch in den BVB-Combinos via WLAN ins Internet.
Henry Muchenberger

Die Ankündigung am 17. Januar klang vollmundig: Die BVB wollte als «erste städtische Unternehmung im öffentlichen Verkehr» ihren Kunden Gratis-Internet in Tram und Bus anbieten. Noch vor Ostern wird nun das WLAN in den grünen Combino-Trams eingeführt, wie die BVB bestätigt. In der Stadt Basel ist die BVB dennoch nur die Nummer zwei, denn die BLT hat sie rechts überholt und bietet bereits seit dem 10. Februar die Möglichkeit, in den gelben Tangos gratis im Internet zu surfen.

In Oberwil ist man hell begeistert vom Anklang, den das Surf-Angebot bei den Tramkunden der BLT-Linien gefunden hat. «Wir wurden von der Nachfrage absolut überwältigt», sagt Mediensprecher Andreas Büttiker. Bereits rund 11'200 User haben sich via SMS fürs WLAN an Bord der gelben Tango-Trams registriert. In Spitzenzeiten waren pro Tram 39 User gleichzeitig auf dem offerierten Netz online. Damit hätte die BLT nie und nimmer gerechnet. «Wir hatten keine Erfahrungswerte, weshalb wir von fünf bis zehn Usern pro Tram ausgingen. Nun sind es aber im Schnitt 15 bis 18 User», meint Büttiker. Deshalb wurde schon nach ein paar Wochen in jedes Tram ein zweiter Hotspot eingebaut.

Medieninteresse über die Grenzen hinaus

Die BLT hat mit ihrem Angebot bis über die Grenzen für Aufsehen gesorgt. «Ich hatte Medienanfragen aus Zürich und Bern, und sogar Spiegel Online hat darüber berichtet», erzählt Büttiker, der nur Positives von den Kunden gehört hat. Negative Feedbacks zu den Leistungsschwankungen des drahtlosen Netzwerks seien ausgeblieben. «Auch wir sind abhängig von den Rahmenbedingungen der Swisscom. Deshalb ist das Netz in der Stadt, wo es mehr Antennen gibt, besser als beispielsweise in Rodersdorf», sagt Büttiker. Die Kunden hätten aber Verständnis dafür, zumal die meisten das Netzwerk benutzen, um E-Mails zu bearbeiten oder sich auf News-Portalen zu informieren, was keine grossen Datenmengen erfordert.

Auf den erfolgreichen WLAN-Zug aufspringen will also nun auch die BVB, die noch keine Stellungnahme zu diesem Thema abgeben will und auf die Information vom kommenden Montag verweist. Die verhinderte Basler Pionierin kann ihr Versprechen aber immer noch einhalten und als erste städtische Unternehmung in der Schweiz WLAN anbieten. Die BLT hat ihren Sitz schliesslich in Oberwil.

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