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BKB macht sich über Basellandschaftliche Kantonalbank lustig

Die BLKB eröffnet am Donnerstag ihre Filiale am Barfüsserplatz. Die Basler Kantonalbank reagiert mit einem Satire-Video.

Wenn die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) am Donnerstag ihre neue Filiale am Barfüsserplatz eröffnet, tut sie dies nicht nur an bester Lage, sie forciert auch den Konkurrenzkampf am Basler Bankenplatz – und besonders in den Vordergrund rückt da natürlich der Vergleich mit dem städtischen Pendant. Die «Basellandschaftliche Zeitung» schrieb deshalb bereits von «einem Messerwetzen». Doch die Betroffenen geben sich cool. Die Basler Kantonalbank (BKB) schreibt: Wir nehmen das nach wie vor sehr sportlich, dass die BLKB am Barfüsserplatz eine Filiale eröffnet. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft: Man werde sich, wie es sich gehöre, gar als gute Gastgeberin erweisen – und die BLKB in der Stadt herzlich willkommen heissen.

Die Neue gibt die Blumen zurück, spricht von «freundschaftlichem Wettbewerb» – und dass durch die Onlineangebote geografische Grenzen ohnehin wegfielen. Und Sprecherin Monika Dunant sagt auf Anfrage: «Hauptauslöser für den Schritt an den Barfi waren in erster Linie die 25'000 Kunden, die täglich in die Stadt pendeln, und die weiteren 12'000, die in Basel leben. Aus Kundenumfragen ging hervor, dass eine Niederlassung an zentraler Lage einem Bedürfnis entspricht.»

Grosser Pendlerstrom aus dem Baselbiet

Das ist nett, fast charmant, aber natürlich nur die halbe Wahrheit. Die BKB fokussiert sich eher auf digitale Weiterentwicklung, die neue Filiale der «Schwester» ist wohl tatsächlich kein Problem, das die Städter übermässig beschäftigt. Es fallen einem da ja ganz andere Baustellen ein.

Und auch die BLKB gibt sich jovialer als geplant. Um die 50'000 Personen umfasst der Pendlerstrom, der aus dem Baselbiet täglich nach Basel pilgert; also sind erst die Hälfte davon Kunden. Da gibt es Potenzial. Keine Überraschung, läuft derzeit eine Werbekampagne auf diversen Kanälen, digital und analog. Dunant sagt: «Es wird über die nächsten Wochen verschiedene weitere Aktivitäten geben.» Was sich die BLKB diese Kampagne kosten lässt, sagt Dunant nicht.

Nun ist man also dort, «wo unsere Kundinnen und Kunden sind». Und Dunant sagt auch klar: «Gleichzeitig wollen wir auch neue gewinnen und sie mit unserer Beratung überzeugen. Hier stellen wir uns der Konkurrenz auf dem Bankenplatz Basel.»

Diese ist nicht neu, wenn auch weniger bekannt. Die Genfer Kantonalbank etwa hat seit 2019 eine Niederlassung am Aeschengraben – generell lässt sich sagen, dass die Kantonalbanken auch über ihre Kantonsgrenzen hinaus tätig sind. Die Glarner Kantonalbank beispielsweise schaltet prominente Werbung direkt vor Beginn der «Tagesschau». Logischerweise, um eine nationale Kundschaft anzusprechen. Das ergibt auch durchaus Sinn, da Risiken wie regionale Hypotheken so diversifiziert werden können. Viele Kantonalbanken entwickeln sich von ihren eher konservativen Geschäftsfeldern hin zu innovativen Instituten.

Filiale ist die beste Werbung

In der Niederlassung am Barfi bietet die BLKB das ganze Spektrum an Beratungsdienstleistungen an, wie sie sagt. Dunant erklärt: «Das heisst, wir können nebst Privatpersonen auch Unternehmen, Stiftungen und Pensionskassen beraten und neue Kundinnen und Kunden akquirieren. Am Barfi haben wir im Vergleich zum Standort am Bankenplatz eine höhere Visibilität und Räumlichkeiten.»

Experten sehen das positiv. Eine der besten Werbungen sei nach wie vor eine Filiale, die die Präsenz der Bank auf dem Bankenplatz der Öffentlichkeit zeigt.

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