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Bewegung im Raubkunstfall Glaser

Die Basler Regierung hat die Erben eines von den Nazis verfolgten Kunstsammlers stets abgeblockt. Nun plötzlich wird doch über eine Rückgabe von rund 200 Werken verhandelt.

Das Kunstmuseum Basel ist 1933 unter fragwürdigen Umständen in Besitz einer Sammlung von Curt Glaser, einem Kunsthändler mit jüdischen Wurzeln, gekommen. Foto: Nicole Pont
Das Kunstmuseum Basel ist 1933 unter fragwürdigen Umständen in Besitz einer Sammlung von Curt Glaser, einem Kunsthändler mit jüdischen Wurzeln, gekommen. Foto: Nicole Pont

Das Kunstmuseum gilt als ruhiger Hort der Ästhetik, doch hinter den Mauern geschieht zurzeit Historisches in der Museumslandschaft Schweiz: Das Kunsthaus verhandelt mit den Erben des deutschen Kunstsammlers Curt Glaser über die Rückgabe von 200 Bildern.

Glaser war zu seiner Zeit ein bedeutender deutscher Intellektueller. Weil er jüdischer Herkunft war, wurde der Liebhaber von Werken des Malers Edvard Munch zu einem der ersten Opfer der Judenverfolgung durch die Nazis (siehe hier). Um 1933 seine Flucht zu finanzieren, musste er zu einem Spottpreis seine umfangreiche Kunstsammlung veräussern. Rund 200 Werke landeten in Basel.

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