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Bethesda-Spitaldirektor geht sofort

Er führte das Spital vom Abgrund zurück in die schwarzen Zahlen. Um so überraschender kommt nun Bethesda-Spital-Direktor Rolf Hucks rascher Abgang.

«Veränderung in der Spitaldirektion». Unter diesem Titel informierte gestern das Diakonat Bethesda in einem Schreiben an seine Belegärzte und die Direktoren der anderen Basler Spitäler über etwas, das in der Spitalszene wie eine Bombe einschlug. «Rolf Huck hat sich entschieden, das Arbeitsverhältnis als Direktor des Bethesda-Spitals zu beenden.» Huck habe «in den vergangenen viereinhalb Jahren in einer für das Bethesda-Spital schwierigen und zukunftsweisenden Phase mit Fachkompetenz und Engagement das Geschick unserer traditionsreichen Institution in die Hand genommen, das Bethesda-Spital strategisch ausgerichtet und im regionalen Gesundheitsmarkt verankert», heisst es weiter.

Über die Hintergründe der Demission wollten sich weder Huck noch Jürg Matter, Direktor des Diakonats Bethesda (der Trägerschaft des Bethesda-Spitals) äussern. Matter bestätigte gegenüber der baz, dass es Meinungsverschiedenheiten gegeben habe und dass Huck nach dessen Kündigung freigestellt worden sei. Er, Matter, werde bis zur Wahl eines Nachfolgers «interimistisch die Spitalleitung moderieren». Er betont, dass «die strategische und operative Ausrichtung des Spitals unverändert bleibt». Man sei auf dem richtigen Weg und weise für das erste Halbjahr 2008 gute Zahlen auf.

Rolf Huck, ein Quereinsteiger aus der Banken- und Versicherungsbranche, hatte das zuvor eher betuliche Privatspital innert kürzester Zeit auf Vordermann gebracht und von den roten in die schwarzen Zahlen geführt. Huck war seinerzeit von Direktor Matter, den er bereits vom gemeinsamen Joggen her gut kannte, zu einer Kandidatur für die Bethesda-Spital-Direktion motiviert worden. Keine einfache Situation, wenn zwei Freunde an der Spitze stehen. Hucks dynamische Art (ein Insider: «Er handelt schneller als andere denken») löste bei Mitarbeitenden und Belegärzten zuerst Irritationen aus.

Die Turbulenzen um das gescheiterte Projekt eines Geriatriespitals beider Basel am Bethesda brachten das Spital an den Abgrund. Umso erstaunlicher die rasche Trennung nach der Beruhigung der Situation und nach erfolgtem Turnaround. Thomas M. Stoll, Präsident des Ärzterats des Bethesdaspitals, bedauert denn auch Hucks Weggang, zeigt sich aber froh, dass das Diakonat den eingeschlagenen Weg weitergehen will.

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