Bekennerschreiben nach Anschlag auf Läderach

Am Donnerstag wurde ein Buttersäure-Anschlag auf die Läderach Filiale am Basler Claraplatz verübt. Auf einem linksautonomen Infoportal ist nun ein Bekennerschreiben aufgetaucht.

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Am Donnerstagmorgen haben Unbekannte Buttersäure in einer Filiale des Chocolatiers Läderach Shoppingcenter Clara im Kleinbasel ausgeleert. Wie «20 Minuten» berichtet, ist Stunden nach dem Anschlag ein Bekennerschreiben auf einer linksautonomen Webseite aufgetaucht.

Der Gestank der Buttersäure hatte sich am Donnerstag im ganzen Center ausgebreitet und war auch einen Tag später noch wahrnehmbar. Die Läderach-Filiale konnte erst am Samstag wieder öffnen. Der Anschlag vermieste aber auch den anderen Geschäften im Center den Umsatz. Wegen des Gestanks machten viele Kunden kehrt. «Für uns war es ein ganz schlimmer Arbeitstag», sagte Roger Berberat, Inhaber des Reisebüros Travel Point, gegenüber am Freitag.

Die Täterschaft konnte noch nicht ermittelt werden. Stunden nach dem Anschlag tauchte auf einem linksautonomen Informationsportal unter dem Titel «Läderach stinkt zum Himmel» ein anonymes Bekennerschreiben auf. «Wir schliessen uns damit unsere anonymen Komplizen in Zürich an, die am 14. Septemeber eine ähnliche Aktion durchgeführt haben», heisst es darin. An diesem Tag fand in Zürich der sogenannte «Marsch fürs Läbe» statt, eine Kundgebung von konservativ-christlichen Abtreibungsgegnern.

Patrons engagieren sich für Abtreibungsgegner

Jürg Läderach, Inhaber und Verwaltungsratspräsident des Familienunternehmens, ist Kassier beim Verein «Marsch fürs Läbe». Dort engagiert sich auch sein Sohn Johannes, der das Unternehmen nun operativ führt. Ein weiteres hohes Kadermitglied von Läderach ist Aktuar des Vereins.

Patron Jürg Läderach kämpft schon seit Jahrzehnten in verschiedenen Organisationen gegen den «moralischen Niedergang», zu dem er auch die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zählt. Ein Bericht des «Tages Anzeigers» widmete sich Läderachs Engagement ausführlich.

Das Unternehmen wollte sich zum Vorfall und Inhalt des Bekennerschreibens am Sonntag nicht äussern. «Wir nehmen dazu keine Stellung», liess die Pressestelle auf Anfrage verlauten.

kha

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