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Basler Tramnetz steht wegen Gleisersatz am Bankverein zehn Tage Kopf

Basler Trampassagiere müssen Anfang Oktober zehn Tage lang ohne ihre gewohnten Innerstadt-Verbindungen auskommen: Am Bankverein werden altersschwache Gleise ersetzt und darum fast alle Trams umgeleitet.

Im Oktober müssen sich Tramkunden wegen Bauarbeiten am Bankverein wieder in Geduld üben.
Im Oktober müssen sich Tramkunden wegen Bauarbeiten am Bankverein wieder in Geduld üben.
Michael Koller

300 Meter Gleise, vier Weichen und neun Gleiskreuzungen werden nun ersetzt, wie Verantwortliche der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) am Montag vor den Medien erläuterten. Der Tramknoten Bankverein - wo sonst täglich 900 Trampassagen gezählt werden - bleibt von Montag, 30. September bis Mittwoch, 9. Oktober für Trams komplett gesperrt.

Diese Totalsperrung im Herzen des Netzes macht zahlreiche Umleitungen nötig. Damit sich die Fahrgäste eher zurechtfinden, hätten die BVB den schon bekannten Fasnachtsfahrplan adaptiert, sagte Fahrplanleiter Chris Gugger. Indes macht eine Baustelle im Gundeldingerquartier weitere Anpassungen nötig.

Bahnhofpendler prioritär

Ziel war laut Gugger, möglichst die Pendler zum Bahnhof SBB zu bringen mit den Umleitungen. Das funktioniere teils mit anderen Linien als üblich, etwa mit dem 16er-Tram via Gundeli-Eingang. Zudem fahre der 42er-Bus («Roche-Express») ab SBB ins Hirzbrunnen und nach Riehen während dieser zehn Tage ganztags statt nur zu Stosszeiten.

Im Detail werden einige Tramlinien komplett neu verknüpft. Unter anderen wird der 1er am Bahnhof zum 14er, der 2er fährt von Binningen nach Birsfelden, der 3er wird beim Theater zum 15er und der 8er fährt via Markthalle ins Kleinbasel. Der 21er pausiert.

Das Kunstmuseum wird bedient mit einem 2er-Ersatzbus zwischen Aeschenplatz und Messe. Nicht bedient werden derweil die Haltestellen Bankverein und Kirschgarten. Einzig der 6er fährt wie immer.

Die Fahrgäste werden mit Schildern, Informationsblättern, Kundenlenkern an Haltestellen sowie per Website und Social Media auf dem Laufenden gehalten. Um die Einschränkungen so kurz wie möglich zu halten, lassen die BVB die beauftragte Baufirma im Dreischicht- und 24-Stundenbetrieb arbeiten, wie Infrastrukturleiter Ramon Oppikofer sagte.

Im Juni Gleise belassen

Pietrass sprach von einer «höchst anspruchsvollen Baustelle» - hier würden innert zehn Tagen Arbeiten erledigt, die sonst sechs Wochen in Anspruch nähmen. Die Bankverein-Gleiserneuerung kostet 2,6 Millionen Franken. Für das ganze laufende Jahr bezifferte Oppikofer die Kosten aller Erhaltungsmassnahmen auf rund 24 Millionen Franken.

Bei der Notsanierung im Juni war am Bankverein nur die Fahrbahn samt Gleisverankerungen verstärkt worden; die alten Gleise blieben damals liegen. Dass jene ungeplante 54-stündige Reparatur mit Vollsperrung aus Sicherheitsgründen so kurzfristig nötig wurde, damit seien auch die BVB «nicht zufrieden», unterstrich Oppikofer.

Immerhin laufe der Trambetrieb an diesem zentralen Knoten seither wieder normal. Vor Juni sei dafür dort ein Schlossergruppe fast täglich im Einsatz gestanden, sagte Oppikofer. Die Gleise aber sind laut Pietrass wegen des intensiven Betriebes mit grünen und gelben Trams «stark abgefahren» und ersatzreif.

Rund um den Bankverein bleiben die Gebäude und Läden während der ganzen zehn Tage immer zugänglich, wie Pietrass versicherte. Die Kreuzung bleibe auch für Fussgänger in allen Richtungen passierbar. Für den motorisierten Individualverkehr jedoch bleibe der Knoten komplett gesperrt, und Velos müssten Umwege in Kauf nehmen. (sda)

SDA

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