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Parlament sagt ja zu umstrittenen Holzterrassen

Am Kleinbasler Rheinufer bei der Mittleren Brücke sollen neue Terrassen aus Holz entstehen. Der Grosse Rat hat einen Kredit von 387'000 Franken genehmigt.

Der Kredit für 150 neue Holzsitzplätze am Rhein wurde genehmigt. Visualisierung: Staatskanzlei BS
Der Kredit für 150 neue Holzsitzplätze am Rhein wurde genehmigt. Visualisierung: Staatskanzlei BS

Die Rheinterrassen sollen für einen Zeitraum von rund drei Jahren das Sitzplatzangebot am Rheinufer erweitern. Die neue Anlage enthält drei hölzerne Terrassenstufen mit rund 150 Sitzplätzen und eine 43 Meter lange Holzplattform, die direkt auf dem Wasser zu liegen kommen wird. Sie soll Ende Juni 2020 eingerichtet werden. Auf dem Oberen Rheinweg hinter den Terrassen werden zudem Hocker und Holzbänke aufgestellt.

Gegen das Vorhaben sind allerdings mehrere Einsprachen beim Bau- und Verkehrsdepartement eingegangen, weshalb das Projekt am Mittwoch auch im Grossen Rat für Diskussionen sorgte. So sprach sich die LDP gegen den Kredit aus und auch die FDP war nicht geschlossen dafür. Das Projekt sei ein Eingriff in das Kleinbasler Rheinufer und die Bedenken der Anwohnenden sollten berücksichtigt werden, fand ein FDP-Sprecher. Ein SP-Sprecher warf den Gegnern des Projekts hingegen Mutlosigkeit vor. Dennoch wurde der Kredit mit 64 Stimmen zu 18 Stimmen bei 9 Enthaltungen gutgeheissen. Die Vorlage beinhaltet auch geschätzte Wartungskosten von insgesamt 36000 Franken.

Rückweisung verlangt

Das Grüne Bündnis Bündnis verlangte Rückweisung des Geschäfts an die Regierung. Dieser Antrag scheiterte allerdings mit 60 zu 26 Stimmen bei 5 Enthaltungen. Wenn die Rheinterrassen nach drei Jahren wieder abgebaut werden, steht eine umfassende Sanierung des Rheinbords an. Diese steht schon seit längerer Zeit auf der Traktandenliste, wurde 2014 aber aus finanziellen Gründen sistiert.

Die temporäre Anlage versteht sich als «Akzent» des Basler Regierungsrats im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020. Sie ist Teil des IBA-Schwerpunkts «Rheinliebe», der grenzüberschreitend mehrere Projekte «zur besseren Erlebbarkeit des Rheins» zusammenfasst.

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