Basler Klima-Hybris

Frauen- und Klimastreik gehen neuerdings Hand in Hand. Denn: Unter dem Klimawandel leiden mehrheitlich die Frauen, so die Logik der Aktivisten.

Linke Logik: Wird es heiss auf der Erde, leidet die Frau mehr als der Mann.

Linke Logik: Wird es heiss auf der Erde, leidet die Frau mehr als der Mann.

(Bild: Reuters)

Sebastian Briellmann

In unserer Stadt, wir wissen es, herrscht Klimanotstand; also müssen alle Kräfte gebündelt werden gegen den Untergang der Welt, ist doch klar. Denn wir wissen auch: Wir haben keine Zeit mehr. Sagen zumindest die Aktivisten, und sie sagen auch: Ausser der Bekämpfung des Klimawandels zählt nichts anderes mehr, alle müssen das einsehen. Klimaschutz kennt keine Partei, keine Ideologie, das macht die ­Bewegung so stark und unerlässlich. Sagen, natürlich, die Aktivisten, und sie sagen es mit bemerkenswerter Hybris.

Vielleicht halten wir uns in Basel tatsächlich daran, wenn man bedenkt, dass die Stadt nicht mehr übermässig viel Leben versprüht oder den BVB immer öfter der Schnauf ausgeht. Vielleicht setzt der Basler wirklich alle Kraft für den Klimaschutz ein?

Tut er natürlich nicht, zu Recht, dafür entlarven sich die Aktivisten als Heuchler, wenn sie vom Klima als einzigem, unabhängigem Traktandum sprechen.

Die neue Gefahr für die Frau: Klimawandel

Die Basler Regionalgruppe etwa wirbt neu auch für den Frauenstreik. Weil es Frauen seien, die vom Klimawandel besonders betroffen seien, da sie weltweit mehrheitlich landwirtschaftlich tätig seien – also die Hauptlast von Dürren, Umweltverschmutzung oder Ausbeutung des Bodens trügen. Deshalb sei der Kampf für die Emanzipation von Frauen auch einer gegen den Klimawandel, der Millionen von Frauen die Existenz raube.

Eine solche «Kausalität» her­zustellen, ist dreist. Als ob etwa eine Dürre die Männer nicht auch vor Probleme stellte. Diese Vermischung macht keinen Sinn, wiegelt auf, aber zeigt auch: Die selbst ernannten unabhängigen Weltretter sind die parteilichsten Ideologen.

Basler Zeitung

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