Basler Forscher entdecken fünfzig Mumien in Ägypten

Im ägyptischen Tal der Könige ist eine bisher unbekannte Nekropole mit fast fünfzig Mumien oder Mumienteilen entdeckt worden. Der Fund ist vor allem aus einem Grund bemerkenswert.

Faszination Altes Ägypten: Prominenteste Mumie aus dem Tal der Könige ist jene des Tutanchamun – hier betrachtet eine Besucherin im Antikenmuseum Basel dessen Eingeweidesarg während der grossen Sonderausstellung 2004.

Faszination Altes Ägypten: Prominenteste Mumie aus dem Tal der Könige ist jene des Tutanchamun – hier betrachtet eine Besucherin im Antikenmuseum Basel dessen Eingeweidesarg während der grossen Sonderausstellung 2004.

(Bild: Keystone)

Unter den gefundenen Mumien seien zahlreiche Prinzessinnen und Prinzen der XVIII. Pharaonen-Dynastie, die von 1550 bis 1292 vor Christus das Land am Nil beherrschte, teilte das Antikenministerium in Kairo am Montag mit.

Die Entdeckung bei einer gemeinsamen Ausgrabungskampagne mit Forschern der Universität Basel sei vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie sich im eigentlich gut erforschten Tal der Könige ereignete und dabei die Namen wohl noch unbekannter Prinzessinnen gefunden wurden.

Neben hölzernen Sakrophagen wurden den Angaben zufolge auch Totenmasken und Kanopengefässe gefunden, in denen die inneren Organe der Toten nach deren Mumifizierung aufbewahrt wurden. Die Schweizer Forscher konnten bei der Untersuchung der Inschriften etwa 30 Tote identifizieren, darunter die Namen mehrerer bisher unbekannter Prinzessinnen, wie Antikenminister Mohammed Ibrahim erklärte.

Die Nekropole befindet sich demnach am Nordostende des Tals der Könige, von dem Forscher eigentlich bereits alle Geheimnisse zu kennen glaubten.

jg/sda

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