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Basler Arbeitgeberpräsident kritisiert bürgerliche Parteien

Die wirklichen Anliegen würde im Basler Wahlkampf gar nicht thematisiert, von einem Wahlkampf könne gar nicht die Rede sein, kritisiert Arbeitgeberpräsident Marc Jaquet die Basler Parteien.

In einem Mediengespräch vor der Generalversammlung des Arbeitgeberverbandes kritisierte CEO Marc Jaquet ganz konkret auch die bürgerlichen Parteien.

Er könne nicht verstehen, warum die bürgerlichen Parteien mit einer zusätzlichen Kandidatur nicht dezidiert eine Mehrheit in der neuen Regierung anstrebten.

Und auch sachlich sieht er die Interessen der Wirtschaft von der Politik zu wenig vertreten. "Niemand nennt die Dinge beim Namen", stattdessen übe man sich im "Händchenhalten". Das gehe sogar so weit, dass bürgerliche Politiker Werbung für sozialdemokratische Regierungsratskandidaten machten. Ohne den Namen zu nennen, zielt Jaquet damit auf den Direktor des Gewerbeverbandes, Peter Malama.

Im Detail anerkennt der Arbeitgeberpräsident, dass die aktuelle Politik der Regierung durchaus auch positive Resultate im Sinne der Wirtschaft gebracht hat. "Etliche Dossiers haben sich gut entwickelt", stellt Jaquet insbesondere mit Blick auf die Pensionskasse und die Steuererleichterungen fest. Doch im Vergleich zu anderen Kantonen und Standorten sei Basel noch immer "weit hinten in der Rangliste". Basel-Stadt sei nach wie vor "äusserst unattraktiv für Unternehmer." Konkret kritiserte Jaquet die hohe Unternehmensgewinnsteuer und die Doppelbesteuerung von Dividenden.

Als Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft des Wirtschaftsstandorts Basel nannte der Arbeitgeberpräsident die Qualifikation der Arbeitskräfte. "Wenn wir schon die teuersten Arbeitskräfte der ganzen Welt haben, sollten es die besten sein". Konkret forderte er eine "Förderung der Besten" zum Beispiel an einem Elitegymasium.

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