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Basels Politik verloren im grossen Internet

Ohne Internet-Auftritt geht bei diesen Wahlen nichts: Jede Partei präsentiert sich im Netz selber – mit höchst unterschiedlichem Erfolg. Eine Einzelkritik.

FDP › www.ihrestimme.ch Dem Klassenbesten gebührt der Auftakt dieses Vergleichs. Auch wenn die Konkurrenz schwach ist: Dieser Auftritt der Freisinnigen gibt echt was her. Das Sprechblasenmotiv der Plakatkampagne wird auf der Seite wieder aufgenommen, die Gestaltung ist einheitlich,übersichtlich und multimedial. Als einzige Partei bietet die FDP bewegte Bilder: Wer auf die «Meinungsbox» klickt, gelangt zu Filmchen, die während der Wahlkampftour aufgenommen wurden. Herr und Frau Basler sitzen in einer Kiste und sprechen aus, was ihnen gerade durch den Kopf geht. Eine junge Frau fordert Hundesitze in den Trams, ein älterer Herr tiefere Steuern und eine Dame meint schlicht: «In Basel gefällt es mir.» Sehr unterhaltsam. Kompliment auch für die Regierungsratsseite mit CVP und LDP: www.dreifuerbasel.ch ist professionell gemacht.

CVP › www.cvp-bs.ch Schreib- und Satzfehler («Kandierende»), unsaubere Formatierungen, verpixelte Bilder. Die Basler CVP bekleckert sich im Internet nicht mit Ruhm.

LDP › www.ldp.ch/wahlen Wesen eines Links: Man klickt darauf und landet auf einer neuen Seite. Wesen eines Links auf der Wahlseite der Liberalen: Man landet auf der gleichen Seite. Immer und immer wieder. Spannend auch die Kandidatenfotos: mal unscharf, mal verpixelt, mal im Wald aufgenommen, mal im Studio. Jeder darf machen, was er will – aber das ist bei den Liberalen halt so.

SVP › www.svp-basel.ch Auch bei der SVP herrscht das grosse Linkchaos: Wer als Kandidat keine eigene Seite hat, wird auf den gleichen Rundkurs wie bei den Liberalen geschickt. Löblich: Ziemlich rasch gelangt man zum «Telebasel»-Porträt von Regierungsratskandidat Patrick Hafner. Das Filmchen ist eine nette Abwechslung zur Buchstabenwüste der restlichen Seite.

SP › www.sp-bs.ch Aktuell, ein wenig wirr, umfangreich. Die SP präsentiert ein reichhaltiges Internet-Programm. Besser und schöner ist die gemeinsame Regierungswahlkampf-Seite mit dem Grünen Bündnis: www.ichwerde.ch besticht zwar nicht durch Interaktivität, sieht dafür sehr stylisch aus.

Grüne, BastA! › gruenesbuendnis.ch Besser als die meisten Seiten der Bürgerlichen, aber im Vergleich zur restlichen Internet-Welt nicht mehr als solider Durchschnitt.

DSP, EVP › www.baselsmitte.ch Heinrich Ueberwasser und Stephan Maurer führen im Internet ihre Plakatkampagne fort – optisch ist die Seite also durchaus ansprechend. Ausserdem erfährt man, dass sich Ueberwasser gerne mit Promis ablichten lässt und Maurer Ferien in Chile gemacht hat.

Grünliberale › www.bs.grunliberale.ch Die Grünliberalen sind internetaffin – das beweist die starke Präsenz auf smartvote.ch. Optisch präsentiert die neue Partei einen der schönsten aller Auftritte. Allerdings hat man beim Betrachten der Seite eher das Gefühl, bei einem Architekturbüro als bei einer politischen Partei gelandet zu sein.

SD › www.sd-basel.ch Die Schweizer Demokraten (ja, die gibt es noch in Basel) hatten es noch nie mit dem «weltweiten Netz». Das hat sich bis heute mit ihrer rosafarbenen Seite nicht geändert.

EDU › www.edu-schweiz.ch Die EDU bezeichnet ihre (nur schwer zu findende) Homepage mit «Internetpräsentation». Damit ist eigentlich alles gesagt.

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