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Basel Tattoo 2011 mit Zusatzvorstellungen

Das «Basel Tattoo» empfängt nächsten Juli Gastmusiker aus Japan und Schweden. Zum ersten Mal kann das Militärmusikfestival zudem bei der Besucherzahl die 100'000er-Marke sprengen. Allerdings steigen auch die Ticketpreise.

Das Basel Tattoo 2010: Die Massed Pipes and Drums formieren sich zum Jubiläum des Basel Tattoo zur Zahl 5 und setzen damit einen ersten Höhepunkt in der fünften Tattoo-Ausgabe. Hier folgen weitere Tattoo-Highlights…
Das Basel Tattoo 2010: Die Massed Pipes and Drums formieren sich zum Jubiläum des Basel Tattoo zur Zahl 5 und setzen damit einen ersten Höhepunkt in der fünften Tattoo-Ausgabe. Hier folgen weitere Tattoo-Highlights…
Keystone
Zuerst hört man sie. Unter lautem Gejohle stürmen über 120 heissblütige Mexikanerinnen und Mexikaner mit Sombreros die Arena und zeigen, wie fröhlich, bunt und chaotisch Militärmusik zwischendurch sein darf. Der musikalische Leiter der Aguiluchos Marching Band, die mit der Compania De Danza Tenochtitlan auftritt, dirigiert mit vollem Körpereinsatz und reisst sogleich das Publikum mit, das sich nach anfänglicher Zurückhaltung immer mehr von der Partylaune der Mexikaner anstecken lässt. Wie bunte Paradiesvögel wirbeln Tänzerinnen in prächtigen orangefarbenen Kleidern zwischen den Musikern hindurch, die selbst zu Hits wie «La Cucaracha» oder «Tequila» mittanzen. Unter Gejohle, Gepfeife und Gejauchze zaubern die Mexikaner ein buntes, wohl organisiertes Durcheinander in den Hof der Kaserne und erobern mit einem Strahlen statt ernster Miene die Herzen des Publikums.
Zuerst hört man sie. Unter lautem Gejohle stürmen über 120 heissblütige Mexikanerinnen und Mexikaner mit Sombreros die Arena und zeigen, wie fröhlich, bunt und chaotisch Militärmusik zwischendurch sein darf. Der musikalische Leiter der Aguiluchos Marching Band, die mit der Compania De Danza Tenochtitlan auftritt, dirigiert mit vollem Körpereinsatz und reisst sogleich das Publikum mit, das sich nach anfänglicher Zurückhaltung immer mehr von der Partylaune der Mexikaner anstecken lässt. Wie bunte Paradiesvögel wirbeln Tänzerinnen in prächtigen orangefarbenen Kleidern zwischen den Musikern hindurch, die selbst zu Hits wie «La Cucaracha» oder «Tequila» mittanzen. Unter Gejohle, Gepfeife und Gejauchze zaubern die Mexikaner ein buntes, wohl organisiertes Durcheinander in den Hof der Kaserne und erobern mit einem Strahlen statt ernster Miene die Herzen des Publikums.
Keystone
Etwas Mystisches liegt in der Luft, als ein Didgeridoo-Spieler die Arena mit Klängen der australischen Aborigines füllt. Ganz allein steht er im Hof der in violettes Licht getauchten Kaserne und zieht alle Blicke auf sich, bevor seine Band of the South Australia Police flotten Schrittes vor- und rückwärts durch die Arena marschiert und sich musizierend zu immer neuen Figuren formiert. Die Musiker bilden Rhomben, Kreuze und Sterne, während sie Volkslieder und Musik australischer Pop-Grössen spielen und das Publikum mit flott interpretierten Hits wie «I Come From A Land Down Under» oder «Love Is In The Air» zum Mitklatschen animieren. Plötzlich schwingt die Polizeimusik das Tanzbein – was militärisch steif beginnt, mausert sich zu einer flotten Tanzeinlage. Zum fulminanten Schluss der Darbietung präsentiert die Sängerin der Band vor farbenprächtigem Feuerwerk ein stolzes «We Are Australian».
Etwas Mystisches liegt in der Luft, als ein Didgeridoo-Spieler die Arena mit Klängen der australischen Aborigines füllt. Ganz allein steht er im Hof der in violettes Licht getauchten Kaserne und zieht alle Blicke auf sich, bevor seine Band of the South Australia Police flotten Schrittes vor- und rückwärts durch die Arena marschiert und sich musizierend zu immer neuen Figuren formiert. Die Musiker bilden Rhomben, Kreuze und Sterne, während sie Volkslieder und Musik australischer Pop-Grössen spielen und das Publikum mit flott interpretierten Hits wie «I Come From A Land Down Under» oder «Love Is In The Air» zum Mitklatschen animieren. Plötzlich schwingt die Polizeimusik das Tanzbein – was militärisch steif beginnt, mausert sich zu einer flotten Tanzeinlage. Zum fulminanten Schluss der Darbietung präsentiert die Sängerin der Band vor farbenprächtigem Feuerwerk ein stolzes «We Are Australian».
Patrick Straub
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Möglich machen den Rekord zwei zusätzliche Vorstellungen bei der sechsten Auflage, die vom 16. bis 23. Juli 2011 mit über 20 Formationen stattfindet. Die Zahl der Shows auf dem Kasernenareal im Kleinbasel wird 2011 gegenüber dem letzten Tattoo um zwei auf 13 erhöht, wie Produzent Erik Juillard am Dienstag vor den Medien sagte. In den Vorverkauf, der am Freitag startet, gelangen deshalb 104'000 Tickets. Vor Jahresfrist waren die 85'000 Tickets für das Tattoo 2010 innert 36 Stunden weg.

Zwei Paraden und ein Konzert in Luzern

Neben den 13 Vorstellungen stehen am Basel Tattoo 2011 erneut auch zwei Paraden auf dem Programm. Die erste findet am 18. Juli in Freiburg im Breisgau statt; die zweite folgt 23. Juli, dem Tag der Derniere, in Basel. Für den 12. Juli ist zudem eine konzertante Variante des Tattoo mit drei Spitzenbands im KKL Luzern angesetzt.

Zu den Höhepunkten des nächsten Festivals zählt Juillard neben der Aimachi Marching Band aus Japan namentlich die Swedish Army Band, die er seit dem Start des Festivals nach Basel bringen will. Beide Formationen sind erstmals am Tattoo zu sehen. Dagegen wird etwa die britische Band of HM Coldstream Guards bereits zum dritten Mal dabei sein und gleich noch eine weitere Formation der königlichen Garde mitbringen. Die Schweizer Armee wird durch die Swiss Army Central Band vertreten.

Preise erhöht

Die Ticketpreise liegen nächstes Jahr mit 53 bis 150 Franken über dem bisherigen Niveau. Juillard begründete die Erhöhung mit dem aufwendigen Feinschliff am Tattoo-Areal. Zudem wolle man künftig vermehrt grosse Formationen aus dem Ausland einfliegen, was höhere Kosten verursache. Das Budget des Militärmusikfestivals, das bei der ersten Auflage noch 2,2 Millionen Franken betragen hatte, wächst nächstes Jahr auf 10 Millionen Franken an. Nach Angaben Juillards verursacht ein Aktiver für die Veranstalter im Schnitt Kosten von 1600 Franken. Nächstes Jahr wird mit 1000 Aktiven gerechnet.

In Anlehnung an eine alte Tattoo-Tradition hat das Basler Festival inzwischen eine eigene Wohltätigkeitsstiftung gegründet. Der Basel Tattoo Charity-Stiftung wurden nach Angaben des Produzenten bisher 180'000 Franken überwiesen. Das Basler Militärfestival ist nach jenem von Edinburgh des zweitgrösste Openair-Tattoo der Welt. Das Festival war bisher immer ausverkauft.

SDA/jg

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