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Basel schon nahe an der Straffreiheit

Die Kantone wenden die neue Regelung für Cannabis-Bussen unterschiedlich an. Die Repression vermag den Konsum – gerade unter Minderjährigen – jedoch nicht einzudämmen.

Kifferzahl nimmt zu. Cannabis ist bei Jugendlichen beliebt.
Kifferzahl nimmt zu. Cannabis ist bei Jugendlichen beliebt.
Christian Flierl

Wenn Polizisten einen Kiffer in flagranti erwischen, können sie seit 1. Oktober 2013 eine Busse über 100 Franken ausstellen, sofern der Cannabiskonsument nicht mehr als zehn Gramm Haschisch oder Gras bei sich trägt und volljährig ist. Diese neue Regelung wird in der Schweiz unterschiedlich angewandt, wie eine kleine Umfrage der BaZ zeigt: Während Basel-Stadt rund 90 Ordnungsbussen wegen «Konsums von Betäubungsmitteln des Wirkungstyps Cannabis» verteilt hat und auch im Kanton Basel-Landschaft mit 46 Personen eher moderat gebüsst wurde, ging die Kantonspolizei Zürich deutlicher gegen Kiffer vor: Bis im Juni 2014 sind dort 600 solche Bussen verteilt worden. Auch der Kanton Bern gehört mit 200 Kifferbussen eher zu den weniger repressiven.

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